Wimbledon 2023: Novak Djokovic legt in kurioser Regenpause selbst Hand an - Laubbläser rücken an

Kuriose Szenen auf dem Centre Court in Wimbledon: Weil die Verantwortlichen zu spät reagierten und es Probleme mit der Lüftung gab, war das Match zwischen Novak Djokovic und Pedro Cachín während einer Regenpause für fast eineinhalb Stunden unterbrochen - und das, obwohl der Platz mit einem Dach für solche Situationen bestens gerüstet ist. Der Serbe nahm es mit Humor und legte selbst Hand an.

Novak Djokovic (l.) trocknet den Rasen von Wimbledon

Fotocredit: Getty Images

Der Regen kam gleich am ersten Tag, und prompt wurde es für die doch so wettererprobten Verantwortlichen der All England Championships etwas peinlich. Als der Niederschlag einsetzte, ließen sie erst nach langem Zögern die Plane über den Centre Court ziehen, als sich dann das Dach über der Arena schließlich geschlossen hatte, war es zu spät: Der Platz war zu feucht, zudem schien es Probleme mit der Lüftung zu geben.
Auf dem ebenfalls mit einem Schiebedach ausgestatteten Court 1 ging alles viel schneller. Die Weltranglistenerste Iga Swiatek aus Polen musste dort nur kurz warten, ehe sie gegen die Chinesin Zhu Lin 6:1, 6:3 gewann.
Nebenan dagegen dauerte es am Ende 1:29 Stunden, ehe Titelverteidiger Novak Djokovic sein Match gegen Pedro Cachín aus Argentinien nach dem zu Ende gespielten ersten Satz (6:3) wieder aufnehmen konnte.
Das Publikum bekam dabei eine besonders kuriose Show geboten.

Djokovic und drei Laubbläser sorgen für Show

Sowohl Djokovic als auch die ungewöhnlichen Methoden, um den Rasen zu trocknen, sorgten für Erheiterung.
Der 23-malige Grand-Slam-Sieger, der immer wieder den Platz testete und im Gespräch mit den Offiziellen gezeigt wurde, begann nach fast einer Stunde damit, mit seinem Handtuch selbst den Platz zu trocknen.
"Wir brauchen die Hilfe von allen", rief der amüsierte Serbe auch seiner Box zu, die ebenfalls begann mit ihren Handtüchern zu wedeln und in Richtung des Rasens zu pusten.
Kurz darauf wurde es noch kurioser, als die Verantwortlichen zunächst einen einzelnen Helfer mit einem Laubbläser auf den Platz schickten. Der Mitarbeiter arbeitete sich knapp fünf Minuten alleine am Rasen des Centre Courts ab, ehe er von zwei Kollegen unterstützt wurde.
Jede neue Entwicklung wurde vom Publikum mit lautem Jubel quittiert. Auch Djokovic hatte sichtlich Spaß und feuerte die Bläser-Patrouille an, indem er sein Handtuch schwang.
Als der Sieger der vergangenen vier Austragungen das Match fortsetzen konnte, hatte es schon wieder aufgehört zu regnen - und das Dach war wieder geöffnet. 6:3 und 7:6 (7:4) gewann Djokovic die weiteren Sätze. "Das war wohl mein komischstes Match hier", sagte er mit einem Schmunzeln.
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Novak Djokovic (l.) applaudiert einem Mitarbeiter mit Laubbläser

Fotocredit: Getty Images

Marterer behält nach Unterbrechung die Nerven

Auf dem Außenplatz Nummer 5 gibt es kein Dach, es war daher logisch, dass auch Maximilian Marterer eineinhalb Stunden lang auf die Fortsetzung seines zunächst unterbrochenen Matches warten musste.
Am Ende benötigte der Nürnberger, der sich über die Qualifikation ins Hauptfeld in Wimbledon gespielt hatte, 2:46 Stunden und seinen fünften Matchball, um Borna Gojo aus Kroatien 7:5, 6:7 (8:10), 6:3, 6:4 zu besiegen.
(mit SID)
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Quelle: Eurosport

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