Novak Djokovic wurde im Training von Carlos Alcaraz senior bei seinen Übungen gefilmt - und wünscht mehr "Privatsphäre"
Publiziert 12/07/2023 um 08:59 GMT+2 Uhr
Novak Djokovic wünscht sich mehr Privatsphäre im Training. Der Serbe wurde im "Aorangi"-Komplex in Wimbledon von niemand geringeres als dem Vater von Carlos Alcaraz bei seinen Übungen gefilmt. Viele Experten sagen ein Duell der beiden Topstars im Finale im All England Club voraus. Das könnte der Thematik noch einmal neue Brisanz geben.
Novak Djokovic
Fotocredit: Getty Images
"Das ist die Situation, in der wir alle sind. Die Umstände sind so, dass wir im Training keine Privatsphäre haben, obwohl ich manchmal gerne mehr Privatsphäre hätte", wird der 23-malige Grand-Slam-Sieger auf dem englischen Portal "b92" zitiert.
Beim Training am Montag war Carlos Alcaraz senior, selbst ehemaliger Tennisspieler, dem Bericht zufolge damit aufgefallen, dass er minutenlang mit seiner Handy-Kamera das Training des ärgsten Konkurrenten seines Sohnes aufnahm.
Im "Aorangi"-Komplex trainieren die Stars meist auf Plätzen direkt nebeneinander. Während Zuschauer und Journalisten ausgeschlossen sind, haben die Spieler dabei den besten Ausblick auf die Routinen ihrer Kontrahenten.
"Fakt ist, dass man nicht komplett entspannt ist im Training. Du weißt, deine Rivalen sind da, du weißt, dass dir jeder über die Schulter schaut und guckt, woran du arbeitest", führte Djokovic nach dem Vorfall weiter aus.
Djokovic mit voller Intensität im Training - Mögliches Duell mit Alcaraz im Finale
Der 36-Jährige gehe selbst jedes Training "wie ein Match" an, versuche die "Intensität" so hoch wie möglich zu halten. Dementsprechend brisant könnte die Aktion von Team Alcaraz noch werden.
"Jeder Schlag wird gemessen, bewertet und beurteilt. Das wirkt sich durch eine gewisse Analyse auf das morgige Match aus, ob gegen Alcaraz oder andere. Da ist Konzentration gefragt", erklärte Djokovic. "Das Entscheidende ist, dass man seinen Gegnern nicht den Eindruck vermitteln will, dass man schwach ist, dass man nervös ist."
Von Nervosität war bei dem Superstar im Viertelfinale gegen Andrey Rublev nur wenig zu spüren. Nach dem verlorenen ersten Satz gewann der Weltranglistenzweite 4:6, 6:1, 6:4, 6:3. "Es wird schwerer, das weiß ich. Aber ich mag die Art, wie ich heute gespielt habe, die Energie war da", sagte er anschließend im Siegerinterview.
Mit Jannik Sinner steht im Halbfinale am Freitag bereits die nächste Hürde bereit. Bei einem Erfolg könnte im Finale das von vielen Experten erwartete Duell mit Shootingstar Alcaraz anstehen. Der Spanier trifft am Mittwoch in seinem Viertelfinale auf den Dänen Holger Rune.
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