Wimbledon 2023 - Yannick Hanfmann scheitert nach Fünfsatz-Fight an Taylor Fritz

Nach langer Wartezeit hat Yannick Hanfmann in Wimbledon eine große Überraschung verpasst. Der Karlsruher musste sich bei der Fortsetzung seines unterbrochenen Erstrundenmatches gegen den Weltranglisten-Neunten Taylor Fritz (USA) 4:6, 6:2, 6:4, 5:7, 3:6 geschlagen geben. "Ich bin schon enttäuscht, das war heute ein bisschen zu kurz", sagte Hanfmann, nachdem die Neuaufnahme nur 13 Minuten dauerte.

Yannick Hanfmann

Fotocredit: Getty Images

Hanfmanns Auftaktmatch im All England Club hatte bereits am Montag begonnen, war dann aber wegen einsetzender Dunkelheit im fünften Satz unterbrochen worden.
Tags darauf konnte die Partie aufgrund von Regen in London nicht fortgesetzt werden.
Auch am Mittwoch sorgten Niederschläge immer wieder für Verzögerungen, bevor die Partie bei einer Spielzeit von 2:47 Stunden wieder aufgenommen wurde.
Nach genau drei Stunden verwandelte dann der favorisierte US-Amerikaner seinen ersten Matchball zum Sieg, Hanfmann konnte nichts mehr entgegensetzten.
Der Karlsruher, der im Alter von 31 Jahren seine bisher beste Saison spielt und bis auf Rang 45 der Weltrangliste vorgestoßen ist, trauerte vor allem seinen verpassten Chancen im vierten Satz hinterher.
Da habe Fritz ab dem 2:2 deutlich an Sicherheit beim Aufschlag und der Vorhand gewonnen. "Der Montag war geil, schade, dass ich da meine Chancen im vierten Satz nicht genutzt habe", sagte er.

Hanfmanns Ziel: "Titel auf der ATP Tour holen"

Grämen wollte sich Hanfmann aber nicht allzu lange. Sein Ziel, unter die Top 60 der Weltrangliste zu klettern, hat er in diesem Jahr längst erreicht, "da bin ich ein bisschen drüber hinaus", sagte er mit einem Lächeln.
Sein nächstes Vorhaben: "Einen Titel auf der ATP Tour zu holen, das würde mir viel bedeuten, und die zweite Woche bei einem Grand Slam wäre ein Ziel." Beides ist noch möglich in diesem Jahr. Es dauert ja noch fast sechs Monate. Zuletzt hatte sich Hanfmann mit seinem Halbfinaleinzug beim ATP-Turnier auf Mallorca in guter Form auf Rasen gezeigt.
In Wimbledon hatte er es bislang erst einmal ins Hauptfeld geschafft, 2021 war er ebenfalls in der ersten Runde gescheitert.

Marterer-Match wegen Regens verschoben

Wegen der Verspätungen durch die Regenunterbrechungen sind in Wimbledon auch am Mittwoch zahlreiche spät angesetzte Matches abgesagt worden.
Davon betroffen ist nach dem Nürnberger Maximilian Marterer (Zweitrundenmatch gegen Michael Mmoh/USA) auch die Dortmunderin Jule Niemeier. Ihre Gegnerin in der ersten Runde ist die an Nummer 16 gesetzte French-Open-Finalistin Karolina Muchova aus Tschechien.
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(SID)
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Quelle: Eurosport

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