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Wimbledon 2024 - Alexander Zverev verfolgt verwegenen Plan: Größter Titel beim schwächsten Grand-Slam-Turnier?
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Publiziert 01/07/2024 um 22:25 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev gehört in Wimbledon zum Kreis der Favoriten - und das, obwohl der Hamburger beim Rasen-Klassiker an der Church Road nie wirklich gut zurechtkam. Es ist, gemessen am Topergebnis, sein mit Abstand schwächstes Grand-Slam-Turnier. Trotzdem hat Zverev eine gute Chance ausgemacht, London mit der ersten Major-Trophäe seiner Karriere zu verlassen. Ein verwegener Plan des 27-Jährigen.
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Quelle: Perform
Alexander Zverev, muss man annehmen, hat die Ausgangslage und Situation der Konkurrenz genau analysiert.
Die Erkenntnis: "Es ist das erste Mal, dass ich wirklich das Gefühl habe, hier Anwärter zu sein, vielleicht den Titel gewinnen zu können", sagte der Weltranglistenvierte vor Turnierbeginn.
Soll es wirklich klappen mit der Krone von Wimbledon, muss er sich selbst weit übertreffen. Bislang reichte es im All England Lawn Tennis and Croquet Club "nur" zu zwei Achtelfinalteilnahmen, im vergangenen Jahr war bereits in Runde drei Endstation.
Ein Grund liegt darin, dass Zverev sich mit dem grünen Belag nicht wirklich anfreunden konnte. "Ich muss ehrlich gestehen, auf Rasen fällt es mir sehr, sehr schwer, die Konzentration beizubehalten", gestand der French-Open-Finalist bei "Sky". Es falle ihm "sehr schwer, dass es mir im Match nicht langweilig wird".
Zverev mit vermeintlich guter Perspektive
Langeweile? Sollte in diesem Jahr nicht aufkommen, wenn das Ziel der Titel ist. Die Auslosung hat es vermeintlich gut gemeint mit dem Hamburger. In Runde eins gegen Roberto Carballés Baena (Dienstag ab etwa 15:30 Uhr im Liveticker) ist er klar favorisiert.
Der erste gesetzte Gegner könnte Jack Draper (28) in Runde drei werden, danach wären Duelle mit Taylor Fritz (12) und Andrey Rublev (6) denkbar, erst im Halbfinale ein Aufeinandertreffen mit dem siebenmaligen Wimbledon-Champion Novak Djokovic.
Rasentennis aber bleibt besonders, auch wenn die Zeiten des klassischen Serve-and-Volley vorbei scheinen. So wie einst der dreimalige Champion Boris Becker sucht heute kaum ein Spieler mehr permanent den Weg ans Netz. Becker sprach in Bezug auf die Volleys einst von einer "verlorengegangenen Kunst". Zverev, der einen lösbaren Turnierbaum erwischte, sollte sie womöglich für sich entdecken.
Stich rät Zverev: Volleys müssen "Mehrwert" darstellen
"Zverev sollte die Volleys so in sein Spiel integrieren, dass sie einen Mehrwert darstellen", sagte Stich: "Das heißt nicht, dass er immer den schweren Volley versuchen muss, es geht vielmehr um die Einstellung, den Gegner zu zwingen, Passierbälle zu schlagen, was wiederum eine Fehlerquelle beinhaltet." Denn Zverev bringt mit seinen 1,98 Metern und langen Armen eine beachtliche Spannweite mit, die Gegner schon einmal beeindrucken kann.
In Halle/Westfalen reichte es für Zverev zuletzt für den Halbfinaleinzug, den Titel gewann Australian-Open-Champion Jannik Sinner, der neben Titelverteidiger und French-Open-Sieger Carlos Alcaraz zu den Topfavoriten gehört.
Zverev: Wimbledon offen wie seit 20 Jahren nicht
Sollte Djokovic nach Meniskus-OP schon wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein, wäre auch der Serbe diesem Kreis zuzurechnen.
Zverev wiederum sieht seine Chance: "Das ist das offenste Wimbledon-Turnier, das wir in 20 Jahren hatten", befand der Olympiasieger. Die Zeit könnte tatsächlich reif sein für den ersten deutschen Wimbledon-Champion bei den Männern seit Michael Stich 1991.
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