Wimbledon: Alexander Zverev wirft Publikumsliebling Cameron Norrie raus - Achtelfinale trotz Sorgen nach Sturz

Alexander Zverev hat sich in der 3. Runde von Wimbledon gegen den britischen Lokalmatador Cameron Norrie in drei Sätzen durchgesetzt (6:4, 6:4, 7:6). Der deutsche Olympiasieger ließ sich auf dem Weg ins Achtelfinale selbst von einem Sturz im zweiten Satz nicht ablenken, mit einem bandagierten linken Knie warf er den Wimbledon-Halbfinalisten von 2022 aus dem Turnier.

Alexander Zverev steht im Achtelfinale von Wimbledon

Fotocredit: Getty Images

Die Entscheidung fiel nach 2:30 Stunden in einem äußerst kräftezehrenden Tiebreak, erst mit dem sechsten Matchball löste Zverev das Ticket für die nächste Runde.
Im Achtelfinale trifft der Hamburger auf Taylor Fritz. Der US-Amerikaner setzte sich am Samstagabend in drei Sätzen gegen den Chilenen Alejandro Tabilo durch (7:6, 6:3, 7:5).
Damit hat Zverev übrigens sein bestes Resultat an der Church Road bereits egalisiert. 2017 und 2021 stand der 27-Jährige jeweils im Achtelfinale von Wimbledon.
"Ich bin extrem happy mit meinem Spiel. Hier auf dem Centre Court zu spielen, ist etwas Besonderes. Es war auch schön, die anwesende Prominenz zu sehen, besonders Pep Guardiola. Als ich ihn sah, wurde ich nervös", sagte ein sichtlich gut gelaunter Zverev im Anschluss an die Partie.

Zverev muss am Knie behandelt werden

Zverev musste sich nach einem Sturz im zweiten Satz am linken Knie behandeln lassen und bekam später einen Tapeverband unter dem Gelenk angelegt. Er brachte den Sieg dennoch durch.
Im Anschluss an das Match gab die deutsche Nummer eins selbst ein Update zu seinem Zustand. "Auf Rasen fühle ich mich ab und zu wie eine Kuh auf Eis", scherzte er im offiziellen Siegerinterview.
"In manchen Bewegungen fühle ich mich eingeschränkt. Ich werde es checken lassen. Aber ich bin glücklich, dass ich weiterhin spielen konnte. Wenn ich nachgelassen hätte, hätte ich gegen Norrie niemals eine Chance gehabt", so Zverev.
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Alexander Zverev kam in der 3. Runde von Wimbledon zu Sturz

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Zverev peilt den ersten Major-Titel an

Zverev hofft in London nun auf mehr. Der Sprung ins Viertelfinale gelang ihm bei dem Tennis-Klassiker bislang noch nicht, bei den drei anderen Grand-Slam-Events in Melbourne, Paris und New York erreichte er mindestens das Halbfinale. Zuletzt verpasste der Hüne mit einer Finalniederlage bei den French Open seinen ersten Major-Titel.
Um den will der starke Aufschläger nun an der Church Road mitspielen. Die größten Favoriten auf die Trophäe sind zwar der italienische Weltranglistenerste Jannik Sinner und der dreimalige Grand-Slam-Sieger Carlos Alcaraz aus Spanien. Doch die Experten haben auch Zverev im Blick, der die ersten beiden Runden glatt gewonnen hatte.
Turnier-Rekordsieger Roger Federer hält einen Triumph von Zverev für möglich. "Wichtig ist für ihn einfach, im Kopf, mental, an sich zu glauben", sagte der Schweizer im Interview bei "Prime Video". Und es gelte, die gefährliche erste Woche schadlos zu überstehen. Das ist Zverev gelungen - wenn das Knie weiter hält.
Gegen Norrie schlug Zverev als klarer Favorit und mit einer 5:0-Bilanz auf. Bei eigenem Service dominierte Zverev, der keinen einzigen Breakball zuließ, und seinerseits immer wieder Druck aufbaute. Der Engländer kämpfte mit Unterstützung des Publikums und erreichte den Tiebreak des dritten Satzes, in dem es nochmal spannend wurde. Zverev wehrte fünf Satzbälle gegen sich ab - und nutzte seinen sechsten Matchball.
(SID)
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Quelle: SNTV


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