Wimbledon 2024: Daniil Medvedev rastet im Halbfinale gegen Carlos Alcaraz wegen Schiedsrichter-Entscheidung aus
Update 13/07/2024 um 10:22 GMT+2 Uhr
Daniil Medvedev ist zum zweiten Mal in Folge im Wimbledon-Halbfinale gegen Carlos Alcaraz ausgeschieden. Allerdings hatte der Russe dabei sogar Glück, nicht mitten im Match disqualifiziert worden zu sein. Der Anlass: Medvedev hatte sich nach einer Entscheidung der Stuhlschiedsrichterin gegen ihn erbost gezeigt. "Das hätte auch die Disqualifikation bedeuten können", sagte Ex-Profi Tim Henman.
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Medvedev war nach einer Entscheidung von Stuhl-Schiedsrichterin Eva Asderaki-Moore beim Spielstand von 5:3 und 30:40 aus seiner Sicht im ersten Satz ausgerastet.
Nach der Partie ging Medvedev in der Pressekonferenz auf die Szene und seine Wortwahl ein. Er habe die Schiedsrichterin als "small cat", als "kleine Katze" bezeichnet. "Die Worte sind nett, aber die Bedeutung war hier nicht nett", gab der 27-Jährige zu.
Asderaki-Moore hatte einen von Medvedev erlaufenen Ball zweimal in seinem Feld auftippen sehen und den Punkt Gegner Carlos Alcaraz zugeschrieben, der somit das Break zum 4:5 eintütete.
Medvedev sah sich an eine Vorgeschichte erinnert, die ihm mit der Griechin verbindet. "Ich weiß nicht, ob es ein doppelter Aufprall war oder nicht. Ich dachte nein, aber es war knifflig. Die Sache ist die, dass ich einmal vor langer Zeit in Roland-Garros gegen Cilic verloren habe, und sie hat nicht gesehen, dass es ein Aufsetzer war. Also hatte ich das im Kopf. Ich dachte, es geht wieder gegen mich."
Asderaki-Moore berät mit Obfrau und Supervisor
So fluchte der Russe dieses Mal lautstark in Richtung der 42-Jährigen, die schließlich Schiedsrichter-Obfrau Denise Parnell und Supervisor Wayne McKewen auf den Platz rief.
"Das passiert nicht, es sei denn, es ist etwas vorgefallen", sagte TV-Experte Henman, selbst viermal Halbfinalist in Wimbledon, bei der "BBC" über die Szene. "Wenn man ein Schimpfwort benutzt, bekommt man einen Regelverstoß, eine Verwarnung und eine Geldstrafe, aber wenn man den Schiedsrichter verbal beleidigt, dann ist die Strafe offen. Das hätte auch die Disqualifikation bedeuten können."
Medvedev wütet, Alcaraz gewinnt das Match
Nach einer längeren Unterbrechung entschied sich Asderaki-Moore schließlich dazu, Medvedev wegen "unsportlichen Verhaltens" zu verwarnen.
Die Anwesenheit von Obfrau und Supervisor legte allerdings nahe, dass der 28-Jährige nur knapp einer deutlich drastischeren Strafe entkommen ist.
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Die Entscheidung der Stuhlschiedsrichterin sorgte auch bei Gegner Alcaraz für Frustration. Der Ausruf inmitten des Ballwechsels ließ den spanischen Superstar entnervt die Hände heben. Dabei muss der Unparteiischen zugutegehalten werden, dass selbst in der Wiederholung mit bloßem Auge kaum zu erkennen war, ob der Ball tatsächlich zweimal aufgekommen war.
Der erste Satz ging trotz des Wirbels an Medvedev. Der US-Open-Champion von 2021 entschied den Tiebreak mit Wut im Bauch 7:1 für sich. Das Match gewann er dennoch nicht, Alcaraz siegte in vier Sätzen und zog ins Finale ein.
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