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Alexander Zverev vor Wimbledon: Positive Vibes aus Stuttgart und Halle - wenn nur die Angstgegner nicht wären …
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Update 23/06/2025 um 09:48 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev fährt erneut ohne Rasen-Titel, dafür aber mit einer Menge Match-Praxis und positiven Eindrücken nach Wimbledon. Mit seinem Level ist der Deutsche auf dem Belag, mit dem er bis dato oft gefremdelt hatte, zufrieden. Allerdings bleibt aus den Turnieren in Stuttgart und Halle auch die Erkenntnis, dass sich Zverevs Problem mit bestimmten Angstgegnern auf Tour immer weiter verfestigt.
Highlights: Medvedev stoppt Zverev in Drei-Stunden-Krimi
Quelle: Eurosport
In Ostwestfalen hätte es enden können, das kleine Sommertheater mit den prominent besetzten Hauptrollen: Boris Becker war eingeladen worden, um dem Sieger in Halle den Goldpokal zu überreichen. Alexander Zverev dazu auserkoren, den Heimfluch bei Deutschlands wichtigstem Rasenturnier zu beenden.
Doch der Hamburger verpasste die Titelchance und damit auch die Gelegenheit zur öffentlichen Aussprache mit Becker nach dessen kritischen Worten im Anschluss an Zverevs Viertelfinal-Aus bei den French Open.
Bereits im Halbfinale war Schluss, Zverev unterlag dem Russen Daniil Medvedev 6:7 (3:7), 7:6 (7:1), 4:6. Nach drei Stunden bei tropischen Temperaturen war Zverev dennoch nicht unzufrieden.
"Es war ein super Match auf hohem Niveau von beiden. Ich würde saurer sein, wenn ich Spiele verlieren würde, in denen ich vieles falsch gemacht und selbst das Match verloren hätte", sagte er und stellte fest. Das war jedoch nicht der Fall.
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Zverev mit Vorbereitung auf Wimbledon zufrieden
Für ihn geht es nun weiter nach London - zum Höhepunkt und Abschluss der Rasensaison, die Zverev weit weniger liegt als alle anderen Teile des Tennisjahres. Im Gepäck hat er immerhin genügend Matchpraxis, in Stuttgart hatte er das Finale erreicht, in Halle sammelte er weitere drei Siege.
"Mit den Matches, die ich hier und in Stuttgart gespielt habe, kann ich nach Wimbledon fahren. Ich bin mit meinem Level zufrieden", sagte Zverev.
Sechs Siege in der Vorbereitung auf das Rasen-Highlight im All England Lawn Tennis and Croquet Club hatte Zverev bisher erst einmal in seiner Karriere eingefahren. Im Jahr 2017. In der jüngeren Vergangenheit hatte der Olympiasieger von 2021 nach den French Open meist nur ein Vorbereitungsturnier gespielt.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Zverev mit dem grünen Belag, mit dem er lange gefremdelt hatte, Frieden geschlossen. "Ich habe 2024 in Wimbledon bis zu meiner Verletzung mein bestes Tennis des Jahres gespielt", merkte der Weltranglistendritte an.
Bis zum Turnierstart wolle aber noch einige "Dinge verbessern", so Zverev: "Aber für die zweite Woche auf Rasen war das echt ok."
Zverev gehört in Wimbledon nicht zum engeren Favoritenkreis
Noch ist Zverev aber ein Top-Ergebnis auf dem heiligen Rasen schuldig. Bislang ist der 28-Jährige im Londoner Südwesten nie über das Achtelfinale hinausgekommen.
Zum engeren Favoritenkreis zählt Zverev nicht, der Abstand zu den Ausnahmespielern Carlos Alcaraz und Jannik Sinner - trotz dessen früher Niederlage in Halle - ist in der Vorbereitung nicht kleiner geworden.
Alcaraz dagegen baute im Queen's Club seine beeindruckende Serie auf drei Turniersiege und 18. Matches in Folge ohne Niederlage aus. Auch Novak Djokovic bewegt sich auf Rasen in anderen Dimensionen.
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Highlights: 18. Sieg in Folge! Alcaraz dominiert Lehecka im Finale
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Fritz und Medvedev: Zverev hadert mit Angstgegnern
Zverev schlägt sich dagegen mit seinen Angstgegnern herum, von denen er mittlerweile eine stattliche Anzahl gesammelt hat. Gegen Taylor Fritz kassierte er in Stuttgart die fünfte Niederlage in Folge, gegen Medvedev in Halle die zwölfte in den vergangenen 14 Aufeinandertreffen.
Alles irgendwie erwartbar und ein Argument für Beckers These, Zverev brauche für eine Trendwende und den ersten Grand-Slam-Titel einen Wechsel in seinem familiengeführten Team.
Auf diesen Ratschlag hatte der Weltranglistendritte allergisch reagiert. "Wenn es bei mir gut läuft, mache ich immer alles richtig, wenn es bei mir schlecht läuft, sind immer alle sehr, sehr schlau. Da gehört Boris leider dazu", sagte Zverev.
Becker vermied daraufhin bei seinen öffentlichen Auftritten Einlassungen zum Thema, Zverev schuftete unverändert weiter - allerdings ohne den erhofften Rasentitel.
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Boris Becker überreichte in Halle die Trophäen an Sieger Alexander Bublik (l.) und Daniil Medvedev
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Deutschland wartet sehnsüchtig auf nächsten Wimbledon-Sieger
Florian Mayer bleibt damit der letzte Heimsieger in Halle, 2016 schlug er Zverev im Finale. In Wimbledon liegen deutsche Erfolge bei den Männern noch viel länger zurück.
Vor 40 Jahren holte Boris Becker seinen ersten, vor 36 Jahren den letzten Titel. Der letzte deutsche Sieger war 1991 Michael Stich - mit ihm spielte Becker damals gemeinsam im ein oder anderen größeren Sommertheater.
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(mit SID)
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