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Wimbledon: Aryna Sabalenka scheitert im Halbfinale an Amanda Anisimova - Iga Swiatek macht Final-Teilnahme klar
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Update 10/07/2025 um 19:24 GMT+2 Uhr
Aryna Sabalenka ist im Halbfinale von Wimbledon gegen Amanda Anisimova ausgeschieden. Die 27-Jährige verlor die Partie gegen die Nummer 13 der Welt bei Temperaturen von 31 Grad in London 4:6, 6:4, 4:6 und muss weiter auf ihren ersten Triumph an der Church Road warten. Im Endspiel wartet auf die US-Amerikanerin Iga Swiatek. Die Polin siegte im zweiten Halbfinale klar gegen Belinda Bencic 6:2, 6:0.
Aryna Sabalenka ist im Halbfinale von Wimbledon ausgeschieden
Fotocredit: Getty Images
Für Amanda Anisimova fühlte sich der Einzug ins Wimbledon-Finale "nicht real" an, und auch Iga Swiatek war nach einer gnadenlosen Vorstellung von sich selbst überrascht.
An einem heißen und von medizinischen Notfällen überschatteten Tag im All England Club haben die US-Amerikanerin Anisimova und die Polin Swiatek ein unerwartetes Endspiel beim prestigeträchtigen Rasen-Klassiker perfekt gemacht.
Anisimova siegte 6:4, 4:6, 6:4 und steht nach einer nervenstarken Vorstellung vor dem größten Spiel ihrer Karriere. "Das fühlt sich nicht real an. Ich bin absolut gestorben da draußen. Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe. Sie ist eine Inspiration für mich", sagte Anisimova und ließ sich von den Zuschauern feiern: "So viele Leute haben mich angefeuert. Ich möchte einfach Danke sagen."
Für Anisimova und Swiatek ist es jeweils eine Premiere, beide stehen erstmals im Endspiel des Rasen-Klassikers. Am Samstag (17:00 Uhr MESZ im Liveticker) kämpfen die Weltranglistenzwölfte und die Nummer vier der Welt um drei Millionen Pfund (ca. 3,48 Mio. Euro) Preisgeld und die Venus Rosewater Dish.
Swiatek 2025 erstmals bei Grand slam im Finale
Swiatek überraschte sich auf ihrem ungeliebten Belag Rasen selbst. Sie hätte niemals damit gerechnet, "hier mal das Finale zu spielen", sagte die Polin im On-Court-Interview: "Ich bin sehr aufgeregt und super stolz. Tennis überrascht mich weiterhin. Ich genieße es einfach."
Die Polin bestreitet ihr erstes Grand-Slam-Finale in diesem Jahr, in Melbourne und Paris war sie jeweils im Halbfinale ausgeschieden. Sie beendete die märchenhafte Reise von Bencic, die sich 15 Monate nach der Geburt ihrer Tochter Bella erstmals ins Wimbledon-Halbfinale gekämpft hatte.
Für die dreimalige Major-Siegerin Sabalenka ist es dagegen eine herbe Enttäuschung. Sie muss weiter auf ihr erstes Wimbledon-Finale und ihren ersten Titel auf Rasen warten.
US-Ass klopft in Weltspitze an
Sie hätte die erste Spielerin seit Angelique Kerber und Serena Williams 2016 werden können, die drei Major-Endspiele in einem Jahr erreicht - in Melbourne und Paris ging Sabalenka jeweils als Verliererin vom Platz.
Anisimova hingegen ist endgültig angekommen in der Weltspitze. 2019 hatte sie als Teenager in Paris schon einmal ein Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier erreicht, war damals aber an der Australierin Ashleigh Barty gescheitert.
Vor zwei Jahren nahm sich die Tochter russischer Auswanderer aufgrund mentaler Probleme eine monatelange Auszeit, auch, um dem Druck des Tenniszirkus zu entkommen. Nun bewies sie erneut ihr großes Potenzial, das ihr schon als Teenager bescheinigt worden war.
In der Weltrangliste wird sie erstmals in die Top Ten vordringen. Der Finaleinzug bringt ihr mindestens 1,52 Millionen Pfund Preisgeld.
Anisimova behält kühlen Kopf bei heißen Temperaturen
Das Match wurde im ersten Satz von einem Zwischenfall überschattet, einer Frau auf der Zuschauertribüne ging es bei Temperaturen um 30 Grad sichtlich nicht gut. Sabalenka reichte Wasser an, nach kurzer Behandlung konnte die Frau hinausbegleitet werden.
Auf dem Platz machte Anisimova zunächst weniger Fehler und sicherte sich nach 56 Minuten den ersten Satz. Sabalenka bäumte sich wie im Viertelfinale gegen Siegemund aber auf und wurde stärker.
Es entwickelte sich ein spannender dritter Satz, in dem Anisimova nach einem frühen Break auf die Siegerstraße einbog - und sich trotz dreier abgewehrter Matchbälle nicht mehr aufhalten ließ. Nach rund zweieinhalb Stunden Spielzeit nutzte die US-Amerikanerin ihren vierten Matchball zum Sieg.
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(SID)
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Swiatek über Druck: "Ihr kennt mich doch"
Quelle: Perform
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