Wimbledon: Nick Kyrgios übt deutliche Kritik an neuer Linienrichter-Regelung - Tradition endet nach 147 Jahren

Wimbledon ist das älteste Tennis-Turnier der Welt. Bei der diesjährigen Ausgabe gibt es aber nach 147 Jahren eine große Veränderung beim Rasenklassiker. Wie bei den Australian Open und US Open wird erstmals auf traditionelle Linienrichter verzichtet. Stattdessen kommt ein elektronisches System, das sogenannte Live Electronic Line Calling, zum Einsatz. Nick Kyrgios ist absolut kein Freund davon.

Boris Becker und Wimbledon - die Zahlen zum Märchen in Grün

Quelle: Eurosport

"Es sollte das einzige Turnier sein, das alle Traditionen beibehält, die es je im Tennis gab", forderte der Australier, der aktuell nach einem gesundheitlichen Rückschlag wieder pausieren muss, bei "TalkSPORT.
"Ich denke, jedes andere Turnier kann ein elektronisches System haben, aber ich wünschte, Wimbledon würde es beibehalten", so Kyrgios. "Seit 148 Jahren gibt es Linienrichter. Ich denke, man hätte es auf 150 Jahre schaffen und ein großes Jubiläum feiern können."
Durch die Regeländerung wurden 300 Offizielle vom elektronischen System ersetzt. Er werde diese nun vermissen, gab der Wimbledon-Finalist von 2022 zu. "Ich persönlich hätte es cool gefunden, wenn sich die Tennistraditionen hier nie geändert hätten. Aber die Tenniswelt wird nicht auf mich hören."
Auch Aryna Sabalenka ist traurig, dass diese Tradition verloren geht. "Ich habe das Gefühl, dass es in Wimbledon schon immer so war, dass die Schiedsrichter an der Seitenlinie standen und es eine Art Tradition ist, die Schiedsrichter dort zu sehen", sagte sie vor Turnierstart.
Alexander Zverev, der in Wimbledon bereits in der ersten Runde ausschied, meinte im Vorfeld hingegen: "Ich mag das elektronische System. Es macht mir wirklich nichts aus." Er glaube sogar, dass es das Spiel fairer mache. "Ich denke, es passieren keine Fehler mehr." Durch die Veränderung in Wimbledon haben von den vier Grand-Slam-Turnieren nur noch die French Open menschliche Linienrichter im Einsatz.
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Ein Tag zum Vergessen: Das Zverev-Desaster in Bildern

Quelle: Eurosport


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