Wimbledon - Andy Roddick glaubt nicht an erfolgreiches Turnier von Coco Gauff: "Belag wird ihr zu schaffen machen"
VonNiklas Bien
Update 29/06/2026 um 15:43 GMT+2 Uhr
Coco Gauff und Wimbledon – das ist bisher noch keine Liebesgeschichte. Die zweifache Grand-Slam-Siegerin kam beim Rasenklassiker noch nie über das Achtelfinale heraus. In seinem Podcast hat die frühere Nummer eins der Welt Andy Roddick über die Gründe für Gauffs Schwäche in London gesprochen und erklärt, warum er auch in diesem Jahr nicht von seiner US-amerikanischen Landsfrau überzeugt ist.
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Quelle: Eurosport
Gauff ist längst ein fester Teil der WTA-Weltspitze. Auf Rasen hat sie dieses Potenzial allerdings noch nicht abgerufen. Im vergangenen Jahr scheiterte sie in Wimbledon in der ersten Runde an der Ukrainerin Dayana Yastremska.
Die Auslosung hat sie dieses Mal auf einen Abschnitt des Turnierbaums geschickt, auf dem neben Gauff vor allem Belinda Bencic heraussticht.
Für Roddick wäre die Schweizerin, die sich im vergangenen Jahr bis ins Halbfinale spielte, in einem möglichen Achtelfinalduell mit Gauff die Favoritin.
"In der unteren Hälfte scheinen Bencic und Gauff die Favoritinnen zu sein. Ich setze auf Bencic", sagte der US-Open-Sieger von 2003 in seinem Podcast "Served".
Roddicks Analyse: Darum hat Gauff auf Rasen Probleme
Die Tennislegende kam indes nicht irgendwie auf ihre Prognose, sondern unterstrich sie mit einer ausführlichen Analyse.
"Dieser Belag wird ihr zu schaffen machen, und ihr werdet noch viel darüber hören. Ihr Vorhandgriff ist nach außen gedreht, sie muss gewissermaßen unter den Ball kommen, um diesen Spin zu erzeugen", erklärte Roddick.

Andy Roddick teilt im Podcast seine Einschätzungen
Fotocredit: Getty Images
"Ihre Beweglichkeit ist auf Rasen nicht so gut, weil sie nicht so schnell bremsen und wieder nach vorne kommen kann. Es ist schwieriger, auf Rasen ohne einen natürlichen Chip defensiv zu spielen – das ist nicht vergleichbar mit Roger, der auf Rasen defensiv spielt", so der 43-Jährige weiter.
Bei der Vorhand müsse sie "den Ball flacher schlagen", empfahl Roddick: "Man muss durch den Ball laufen, die Stopps müssen etwas sanfter sein, und dann muss man aus diesen Stopps heraus sprinten – das ist nicht dasselbe wie auf Sand oder Hartplatz."
Korpatsch fordert Gauff
Ein weiteres Problem: Auf Rasen wird Gauff eine ihrer wichtigsten Stärken genommen. "Cocos Beweglichkeit ist die beste der Welt, und auf Rasen ist sie nicht ganz so gut, weil sie sich nicht so aggressiv bewegen kann", sagte Roddick.

Tamara Korpatsch trifft auf Coco Gauff
Fotocredit: Getty Images
Tamara Korpatsch dürfte bei der Analyse des US-Amerikaners ganz genau zugehört haben, schließlich trifft die deutsche Nummer drei zum Auftakt auf Gauff.
Die Erstrundenpartie zwischen Korpatsch und Gauff steigt am späten Montagnachmittag (im Livescoring)
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