Carlos Alcaraz verpasste Wimbledon verletzt - für Álex Corretja fehlt etwas "von unserer Magie und unserem Wesen"
VonNiklas Bien
Update 13/07/2026 um 11:57 GMT+2 Uhr
Jannik Sinner hat seinen Titel in Wimbledon verteidigt. Der Italiener stellte im Finale gegen Alexander Zverev mal wieder unter Beweis, warum er aktuell der beste Tennisspieler der Welt ist. Eine Einschränkung schwingt in dieser Klassifizierung dieser Tage allerdings mit: Was wäre, wenn Carlos Alcaraz nicht verletzt gefehlt hätte? Seine Abwesenheit, so Álex Corretja, schade dem Gesamtprodukt.
"Hatten auf Zverev gehofft": Stimmen zum Sinner-Triumph
Quelle: Perform
"Dass Carlos nicht auf dem Platz steht, ist die Hölle. Wir haben etwas von unserer Magie, unserem Wesen verloren", klagte der zweimalige French-Open-Finalist im Gespräch mit der "Marca".
Alcaraz laboriert seit dem ATP-Turnier in Barcelona im April an einer hartnäckigen Handgelenksverletzung und musste nach Roland-Garros auch Wimbledon absagen. Seine Teilnahme an den US Open Ende August ist derzeit ebenfalls alles andere als sicher.
"Das heißt aber nicht, dass ich es nicht mit derselben Begeisterung erlebe, denn wenn man Tennis liebt, passieren interessante Dinge", ordnete Corretja seinen Blick auf den Rasenklassiker ein.
Bei den French Open hätten sich durch die Abwesenheit von Alcaraz und das frühe Ausscheiden von Jannik Sinner und Novak Djokovic etwa ganz neue Türen geöffnet – die Alexander Zverev letztlich für den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere nutzte.
Alcaraz' besondere Strahlkraft fehlt
"Jedenfalls finde ich immer Freude an dem, was gerade passiert. Zum Beispiel fand ich Cobollis Weg ins Pariser Finale sehr interessant. Oder dass Zverev gewonnen hat, obwohl er als Favorit galt. Das war eine großartige Geschichte", sagte Corretja.
Dennoch sei die Strahlkraft eines Superstars wie Alcaraz, siebenfacher Grand-Slam-Champion, wichtig für das Gefühl rund um ein Großevent wie Wimbledon.
"Dass Alcaraz nicht dabei ist, hat nicht mehr nur mit Tennis zu tun, sondern mit Spannung, mit der Aufregung, die man an dem Tag spürt, an dem er spielt. Wenn er nicht spielt, treten Sinner oder Djokovic an und das Gefühl ist ein ganz anderes", erklärte Corretja.
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Jannik Sinner gratulierte Carlos Alcaraz zum French-Open-Sieg 2025.
Fotocredit: Imago
"Wenn ich ein Spiel von Carlos kommentiere, sind so viele Menschen gefesselt", betonte der Spanier, der Alcaraz' Einfluss mit dem von Rafael Nadal verglich: "Ob sie dabei sind oder nicht, macht einen großen Unterschied."
Bei den US Open in New York (31. August bis 13. September) könnte dieser Einfluss ein weiteres Mal fehlen - die Tür für mögliche Überraschungen aber entsprechend weiterhin einen Spalt aufbleiben.
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Highlights: Sinner vereitelt Zverevs Grand-Slam-Doppelschlag
Quelle: SNTV
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