Wimbledon - Daniil Medvedev spricht über Grand-Slam-Chancen und möglichen Zverev-Effekt: "Überzeugung nicht geändert"

Alexander Zverevs erster Grand-Slam-Titel bei den French Open hat für Daniil Medvedev keinen Einfluss auf die eigenen Ambitionen. Der einstige Weltranglistenerste betont nach seinem Einzug in die dritte Runde von Wimbledon, dass sein Glaube an einen weiteren Major-Triumph nie von den Erfolgen anderer Spieler abhängig gewesen sei. Auf der Pressekonferenz sprach Medvedev zudem über seine Form.

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Quelle: Eurosport

"Ich glaube nicht, dass es den Glauben an sich selbst stärkt, wenn man sieht, dass jemand anderes gewinnt", erklärte Medvedev. Der Russe führte weiter aus: "Ich weiß, dass ich, wenn ich mein bestes Tennis spiele – und das habe ich in diesem Jahr bei einigen Turnieren getan –, ein Grand-Slam-Finale erreichen oder einen Grand Slam gewinnen kann. Darauf kommt es an."
Seit den US Open 2023, die Novak Djokovic im Finale gegen Medvedev gewann, hatten ausschließlich Carlos Alcaraz und Jannik Sinner die Grand-Slam-Titel unter sich aufgeteilt. Erst Alexander Zverev durchbrach diese Dominanz mit seinem Triumph bei den French Open 2026.
Für Medvedev änderte dieser Erfolg jedoch nichts an seinem Selbstvertrauen. "Saschas Sieg hat meine Überzeugung nicht geändert, aber ich freue mich, dass ein weiterer Spieler unserer Generation – eigentlich hat auch Dominic einen gewonnen, obwohl er nicht ganz zu dieser Generation gehört – das schaffen kann", sagte der 30-Jährige.
Bei seinem 3:6, 6:3, 7:5, 6:2-Erfolg über Daniel Mérida Aguilar in der zweiten Runde von Wimbledon zeigte der US-Open-Champion von 2021 eine souveräne Leistung.

Weltrangliste oder Grand Slam? Medvedev mit klarer Meinung

Seine Überzeugung sei immer von den eigenen Leistungen abhängig gewesen, so Medvedev. "Ich habe immer an mich geglaubt. Manchmal sinkt dieser Glaube nach Niederlagen, manchmal steigt er nach Siegen. Solange ich noch im Turnier bin und nicht verloren habe, glaube ich immer, dass ich jeden schlagen und der Beste sein kann."
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Daniil Medvedev zeigt sich nach seinem Zweitrundensieg zufrieden

Fotocredit: Getty Images

Medvedev zeigte sich zudem überzeugt, dass auch andere Spieler seiner Generation das Potenzial hätten, ein Major zu gewinnen. Er könne nur für sich selbst sprechen, glaube aber an sich. Zugleich sei er sich ziemlich sicher, dass auch andere Spieler seiner Generation an sich glaubten und einen Grand-Slam-Titel gewinnen könnten.
Auf die Frage, ob ihm ein erneuter Sprung auf Platz eins der Weltrangliste oder ein weiterer Grand-Slam-Titel wichtiger wäre, fiel seine Antwort eindeutig aus. "Ein Grand Slam ist die größere Errungenschaft", betonte Medvedev. "Die Weltrangliste ist für mich zweitrangig. Sie zeigt zwar, wie gut man in den vergangenen 52 Wochen gespielt hat, und es ist eine große Leistung, in diesem Zeitraum besser als alle anderen gewesen zu sein. Aber ein Grand-Slam-Titel steht für mich darüber."
Medvedev trifft in der dritten Runde von Wimbledon entweder auf Brandon Nakashima oder Jan-Lennard Struff.
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