Wimbledon 2026 - Michael Stich analysiert Arthur Ferys mögliche Strategie im Halbfinale gegen Alexander Zverev
Arthur Fery ist die Sensation der 139. Austragung des Klassikers in Wimbledon. Als Nummer 114 des ATP-Rankings und ausgestattet mit einer Wildcard kämpft der 23-Jährige um den Einzug ins Finale. Dafür muss er French-Open-Champion Alexander Zverev stoppen. Interessant ist die Frage, wie Fery mit dem Hype um seine Person vor dem Halbfinale umgeht. Angst werde er kaum haben, glaubt Michael Stich.
Highlights: Zverev unwiderstehlich, "Fery"-Tale geht weiter
Quelle: SNTV
"Ich glaube, der freut sich unfassbar darauf, da morgen rauszugehen und zu sagen: 'Den hau ich weg!' Ich glaube, das ist seine Einstellung", blickte der einstige Wimbledonsieger (1991) Michael Stich bei "Prime" auf das Halbfinale am Freitag (ab 14:30 Uhr MESZ im Liveticker) voraus.
Die bisherigen Auftritte des Briten, der als Kind französischer Eltern geboren wurde, aber nur ein paar Minuten vom All England Club entfernt aufwuchs, deuten genau darauf hin.
Wie das dann aussehen kann, bekam Alexander Zverevs Finalgegner von Roland-Garros, der Italiener Flavio Cobolli, im Viertelfinale schmerzhaft zu spüren.
Fery knöpfte ihm die ersten beiden hart umkämpften Sätze ab, ehe er im dritten Durchgang einen sogenannten Bagel (6:0) verteilte.
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Arthur Fery zieht sensationell ins Halbfinale von Wimbledon ein
Fotocredit: Getty Images
"Unglaublich, zum zweiten Mal auf dem Centre Court zu spielen und gleich den zweiten Sieg zu holen", staunte der Brite über sich selbst.
Stich staunt über Fery: "Diese emotionale Welle ..."
Fery lebe "seinen Traum", so Stich im All England Club. "Er ist hier in der Umgebung aufgewachsen, hat irgendwann davon geträumt, hier mal im Hauptfeld zu stehen - und jetzt steht er mit einer Wildcard im Halbfinale aus dem Nichts heraus."
Es gebe "Spieler, die trainieren seit zehn Jahren wie die Bekloppten und schaffen das nicht. Diese emotionale Welle, die du dann reitest, die kannst du gar nicht beschreiben."
Fery wäre aber nicht so weit gekommen, würde sein Lauf nur auf der frenetischen Unterstützung der Fans, den Emotionen und dem Willen beruhen. Der Senkrechtstarter, der vor Turnierbeginn ganze vier Grand-Slam-Partien im Hauptfeld bestritten hatte, verfügt über erstaunliche spielerische Fähigkeiten.
Petkovic über Zverev contra Fery: "Ein ganz gefährliches Spiel"
"Arthur nimmt den Ball extrem früh, hat eine sehr gute Vorhand, Punch in seinen Schlägen", umriss "Prime"-Expertin Andrea Petkovic die Charakteristik des Fery'schen Spiels. Der Zverev-Gegner sei in der Lage, "Geschwindigkeit zu generieren und hat einen fantastischen Volley. Wenn man ihm die Chance gibt, ans Netz zu gehen, dann macht er das super", führte die einstige Top-Ten-Spielerin aus.
Vielschichtige Qualitäten, die aber nichts an der klaren Favoritenrolle Zverevs ändern. "Alexander ist der bessere Spieler, hat die besseren Mittel und mehr Waffen", betonte Petkovic. Aber: "Mit dem Publikum, mit der Welle, ist es trotzdem ein ganz gefährliches Spiel."
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Quelle: Eurosport
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