Serena Williams vor Comeback in Wimbledon - Ex-Coach Rick Macci: "Sie kann jede Spielerin auf der Tour schlagen"
VonNiklas Bien
Update 25/06/2026 um 19:03 GMT+2 Uhr
Serena Williams kehrt in Wimbledon auf die ganz große Tennisbühne zurück – auch im Einzel. Seit Sonntagabend steht fest, dass die lebende Legende eine Wildcard für den Einzel-Wettbewerb erhält. Aber wie weit kann es für die US-Amerikanerin gehen? Ihr früherer Trainer Rick Macci glaubt zwar nicht an einen Turniersieg, sehr wohl aber daran, dass Williams "jede auf der Tour schlagen kann".
Highlights: Berlin-Comeback von Williams endet früh
Quelle: Eurosport
23 Grand-Slam-Siege – mehr muss man über die sportlichen Höchstleistungen von Serena Williams eigentlich gar nicht sagen. Dass sie nun ihr Comeback feiert und im All England Lawn Tennis and Croquet Club auch im Einzel an den Start geht, ist entsprechend eine Sensation.
Zu den Favoritinnen zählt die 44-Jährige, die 2022 zurückgetreten war, naturgemäß aber nicht mehr. Das weiß auch Rick Macci, der die US-Amerikanerin von 1991 bis 1995 trainiert hatte.
"Es würde mich also nicht überraschen, wenn sie losziehen und ihre Gegnerinnen schlagen würde. Wird sie das Turnier gewinnen? Nein", prognostizierte Macci im Gespräch mit "Tennis365".
"Aber kann sie für Unruhe sorgen und jede Gegnerin schlagen? Ich sage euch, sie kann jede Spielerin auf der Tour schlagen", betonte der Tennistrainer.
Rasen liegt Williams
Gerade der Rasenplatz würde der siebenfachen Wimbledonsiegerin entgegenkommen.
"Hör mal, als Kind hat sie früher zwei Stunden lang auf Rasen gespielt. Sie hat einen starken Aufschlag, saubere Grundschläge und einen brutalen Return. Rasen ist wahrscheinlich ihr bester Belag, einfach weil sie dort ihre Gegnerinnen leichter in Bedrängnis bringen kann und die Ballwechsel schneller und kürzer sind", analysierte der 71-Jährige, der unter anderem auch Maria Sharapova und Andy Roddick trainiert hatte.
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Williams zum Comeback: "Ich muss nichts beweisen"
Quelle: Perform
Die größte Herausforderung werde angesichts ihres gehobenen Sportlerinnenalters vor allem die Regeneration sein.
"Aber anzutreten, sich voll ins Spiel zu stürzen und alles zu geben – genau das ist es, was sie tun will. Und da ihre Kinder schon etwas älter sind, möchte sie, dass sie ihr noch ein bisschen öfter beim Spielen zusehen", betonte Macci.
Macci: Darum kehrte Williams zurück
Das Comeback seiner ehemaligen Schülerin hat den 71-Jährigen indes nicht überrascht.
"Wenn man zurückblickt, hat sie die Tür nie wirklich zugemacht – es war viel los in ihrem Leben, sie bekam ein weiteres Kind, hatte viele andere Interessen", erklärte Macci.
Ihre Rückkehr sei nun "kein Gastauftritt", so Macci: "Der einzige Grund dafür ist, dass sie es liebt, an Wettkämpfen teilzunehmen. Es liegt ihr immer noch im Blut."
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