Wimbledon 2026: Stan Wawrinka weint nach Niederlage in der ersten Runde – Matteo Berrettini mit speziellem Geschenk
VonNiklas Bien
Update 01/07/2026 um 14:47 GMT+2 Uhr
Die Abschiedstournee in Wimbledon war für Stan Wawrinka schon nach der ersten Runde beendet. Im Nachgang der Tiebreak-Schlacht gegen Matteo Berrettini konnte der Schweizer seine Tränen nicht mehr zurückhalten. Wawrinka wird seine erfolgreiche Karriere zum Ende der Saison beenden und hatte für den Rasenklassiker eine Wildcard erhalten. Besonders einem Spitznamen wurde der 41-Jährige gerecht.
Stan Wawrinka hat ein letztes Mal in Wimbledon aufgeschlagen
Fotocredit: Getty Images
Ob er wirklich aufhören wolle, lautete die erste Frage an Wawrinka nach seiner Erstrundenniederlage gegen den früheren Wimbledon-Finalisten Berrettini.
Mit dem 7:6 (9:7), 6:7 (16:18), 6:7 (7:9), 6:7 (5:7)-Spektakel hatte der Schweizer am Dienstag genügend Gründe aufgezeigt, warum er immer noch eine Bereicherung für die ganz große Tennisbühne ist - und warum er zu Recht mit einer Wildcard ausgestattet worden ist.
"Ich will nicht, aber ich weiß, dass es Zeit dafür ist. Ich bin so dankbar, eine Wildcard bekommen zu haben. Es ist so ein spezielles Turnier. Und dieser Support heute Abend bedeutet mir wirklich sehr viel", antwortete Wawrinka auf die Frage, die angesichts seiner festen Entscheidung nur rhetorischer Natur war.
Der dreifache Grand-Slam-Sieger bewegte sich gegen Berrettini auf Augenhöhe, gab die Partie mit einem Doppelfehler im dritten Tiebreak aber quasi selbst aus der Hand. Ein würdiger Rahmen zum Abschied war es dennoch. Bei den French Open war Wawrinka Ende Mai mit einem prominent besetzten Abschiedsclip in den baldigen Ruhestand verabschiedet worden.
Berrettini mit Geschenk für Wawrinka
Bereits im Vorfeld überließ der Italiener der Tennis-Legende den zweiten Einlauf und den damit verbundenen ausgiebigen Applaus. Danach machte "Marathon-Stan" in rund vier Stunden seinem Namen noch einmal alle Ehre.
"Ich hätte mir hier kein besseres Goodbye erträumen können", sagte der frühere Weltranglistendritte zum Abschluss, rückte danach unfreiwillig aber ein letztes Mal in den Fokus der Kameras.
Berrettini war dem Schweizer in die Katakomben gefolgt, um ihm sein Handtuch zu geben - "als schöne Erinnerung" für die "Legende", wie er nachher erklärte.
Auch wenn es nicht mehr zu einem tiefen Lauf gereicht hat: Wawrinka hat in Wimbledon mal wieder bewiesen, warum er zu den Legenden seines Sports gehört - und für einen der emotionalsten Momente des zweiten Tages gesorgt.
Das könnte Dich auch interessieren: Vielbeachtetes Comeback: Serena Williams in Wimbledon schon raus
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung