Iga Swiatek wird nach Kritik an Turnierkalender von Yevgeny Kafelnikov angegangen: "Alles, was du machst, ist jammern"
VonLukas Fegers
Update 20/08/2024 um 08:30 GMT+2 Uhr
Der volle Tenniskalender ist Iga Swiatek ein Dorn im Auge, immer wieder bemängelt die polnische Weltranglistenerste den engen Turniertakt der WTA- und ATP-Tour. So auch beim 1000er-Turnier in Cincinnati, als die 23-Jährige nach ihrem Viertelfinale klare Worte fand und "mehr Ruhezeiten" forderte. Das stieß dem russischen Ex-Profi Yevgeny Kafelnikov sauer auf - so sauer, dass er auf "X" lospolterte.
Highlights: Swiatek ringt Andreeva nach Rückstand nieder
Quelle: Perform
"Zwingt Dich jemand dazu, zu spielen?", fragte der 50-Jährige am Samstag mit einem Post auf der Social-Media-Plattform rhetorisch und ging Swiatek hart an: "Alles, was Du machst, ist jammern. Ich werde Dir sagen, was Du verdienst: Du solltest weniger verdienen als jetzt. Wie wär's damit?"
Dass Kafelnikov auf "X" (vormals Twitter) gerne seine Meinungen kundtut, ist nichts Neues. Sein jetziger Post reiht sich ein in eine Vielzahl anderer, teils kontroverser Kommentare.
Die harte Wortwahl nun gegen Swiatek könnte auch damit zusammenhängen, dass die Polin bereits in jungen Jahren deutlich mehr Preisgeld als Kafelnikov während seiner gesamten Karriere eingespielt hat. Das zumindest vermuten viele Userinnen und User.
Swiateks Gewinn nämlich beläuft sich aktuell auf 31.419.512 US-Dollar, während der zweimalige Grand-Slam-Sieger Kafelnikov in seiner gesamten Karriere "nur" 23.883.797 US-Dollar an Preisgeldern einstrich.
Swiatek: "Vielleicht hassen mich die Leute"
Dass Swiatek mit ihrer wiederholten Kritik am vollen Turnierkalender und dem Appell für längere Ruhepausen nicht nur auf Befürworter trifft, darüber ist sich die French-Open-Dominatorin im Klaren.
In Cincinnati hatte die Polin nach ihrem 4:6, 6:3, 7:5-Viertelfinalkraftakt gegen die junge Russin Mirra Andreeva betont: "Vielleicht werden mich die Leute dafür hassen, dass ich das sage."
Auf Kafelnikov dürfte das zutreffen. Dennoch scheint genauso sicher, dass Swiatek mit ihren kritischen Worten auch in Zukunft nicht zurückstecken wird.
Turnieranzahl "auf Dauer ermüdend"
Swiatek ist der Meinung, dass die große Anzahl an Turnieren "auf Dauer ermüdend" sei, wie sie im Interview mit "Sky Sports" nach ihrem Halbfinaleinzug erneut erklärt hatte: "Die meisten Spielerinnen werden das bestätigen. Besonders, wenn man auf hohem Niveau spielt und oft bis zum Ende der Turniere dabei ist."
Auch in Cincinnati war das bei Swiatek der Fall. Erst im Halbfinale musste sie sich der Belarussin Aryna Sabalenka geschlagen geben.
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