WTA Finals: Jasmine Paolini wegen kurioser Sonderregel bei Turnier in Riad dabei - Mirra Andreeva muss zuschauen
VonJan Zesewitz
Update 31/10/2025 um 21:21 GMT+1 Uhr
Das Feld der acht besten Spielerinnen des Jahres steht fest - sie treffen in zwei Vierer-Gruppen in Riad aufeinander. Das Rennen um die letzten Plätze war extrem eng und umkämpft. Jasmine Paolini setzte sich mit gerade einmal sechs Punkten Vorsprung gegenüber Mirra Andreeva im Ringen um Platz acht durch. Dabei half der Italienerin auch eine Sonderregel - und ein fehlendes Visum der Russin.
Jasmine Paolini ist bei den WTA Finals in Riad dabei
Fotocredit: Getty Images
Mit dem Halbfinal-Einzug in Ningbo war alles klar: Paolini sicherte sich mit 4325 Punkten das letzte Ticket für Riad - obwohl sie in Japan gegen Elena Rybakina verlor. Mirra Andreeva scheiterte dort schon in der Auftaktrunde an der Chinesin Lin Zhu und konnte ihren Rückstand von mickrigen sechs Punkten (4319) nicht mehr aufholen.
Das lag zum einen daran, dass Andreeva für das letzte WTA-500-Turnier vor den Finals in Tokio kein Visum bekam, zum anderen profitierte ihre Kontrahentin von einer Sonderregel im Regelwerk des Verbands.
Laut diesem sind die Spielerinnen grundsätzlich verpflichtet, bei sechs Turnieren der 500er-Kategorie teilzunehmen. Anderenfalls drohen Strafpunkte. Die ereilten zum Beispiel die beiden Topstars Iga Swiatek und Aryna Sabalenka. Blickt man auf Paolinis Saison, entdeckt man nur fünf Turniere auf diesem Level, aber keine Strafe.
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Das liegt daran, dass die Italienerin im Januar für das Turnier in Adelaide gemeldet hatte, aber kurz zuvor zurückzog. Eine Absage weniger als 48 Stunden vor Turnierbeginn aus medizinischen Gründen zählt als Teilnahme - jedenfalls dann, wenn Pressekonferenzen und andere mediale Auftritte erfüllt wurden. Das brachte Paolini letztlich die Finals-Teilnahme.
Sabalenka, Gauff und Pegula die Gegner in Riad
Sonst wären ihr nämlich zehn Punkte abgezogen worden - das schlechteste Ergebnis des Jahres, das in die Wertung einfließt.
Dann hätte Andreeva plötzlich um vier Zähler die Nase vorn gehabt. Hätte die Russin in Tokio teilnehmen können, hätte ihre Konkurrentin auch noch die Möglichkeit gehabt zu reagieren. Dort wäre dann ein weiterer Sieg Paolinis notwendig gewesen.
So konnte sie sich das Turnier in Japans Hauptstadt sparen und kann in Riad an den Start gehen. Dort trifft sie ab 1. November in ihrer Gruppe auf Sabalenka, Coco Gauff und Jessica Pegula.
Diese vier bilden die Stefanie-Graf-Gruppe. In der Serena-Williams-Gruppe treffen Swiatek, Madison Keys, Amanda Anisimova und Rybakina aufeinander. Rybakina (4350) und Keys (4335) hatten sich ebenfalls nur knapp vor Andreeva qualifiziert.
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