Serena Williams erklärt in Medienrunde ihre Rückkehr ins Profitennis: "Nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen"
Update 08/06/2026 um 12:31 GMT+2 Uhr
Fast vier Jahre nach ihrem vorläufigen Abschied vom Profitennis steht Serena Williams vor ihrer Rückkehr auf die WTA-Tour. Vor ihrem ersten Auftritt beim Rasenturnier im Queen's Club in London hat die 44-Jährige nun erklärt, warum sie ihre ursprünglich geplante Tennis-Rente noch einmal unterbrechen will. Noch im vergangenen Dezember habe sie nicht über eine Rückkehr nachgedacht, betonte Williams.
Williams zum Comeback: "Ich muss nichts beweisen"
Quelle: Perform
Im Austausch mit Freunden und Vertrauten sei die Idee jedoch nach und nach gereift, erklärte die US-Amerikanerin bei ihrer ersten Medienrunde seit der Comeback-Bekanntgabe.
"Im Dezember habe ich definitiv nicht über ein Comeback nachgedacht", betonte Williams. Erst Gespräche über neue Möglichkeiten und die Aussicht, noch einmal etwas anderes auszuprobieren, hätten ihre Sichtweise verändert. "Und dann dachte ich mir: Warum eigentlich nicht? Eine bessere Erklärung habe ich dafür nicht."
Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin wird zunächst mit der Kanadierin Victoria Mboko im Doppel in London antreten. Eine Woche später ist Williams dann in Berlin am Start, wo sie ebenfalls in der Doppel-Konkurrenz aufschlägt.
Ob daraus auch eine Rückkehr ins Einzel wird, ließ die Tennis-Ikone offen. "Auf dieser ganzen Reise setze ich mich überhaupt nicht unter Druck", erklärte Williams. Nach Jahrzehnten an der Weltspitze gehe es ihr inzwischen um andere Dinge als Ergebnisse und Titel.
Williams: "Meine Kinder können mich spielen sehen"
Besonders wichtig sei ihr, dass ihre Kinder sie noch einmal auf dem Tennisplatz erleben können. Gleichzeitig reizt sie die Vorstellung, als Spitzensportlerin noch einmal auf höchstem Niveau anzutreten. "Für mich geht es vor allem darum, dass meine Kinder mich spielen sehen können", sagte Williams. Die Chance, möglicherweise ein letztes Kapitel ihrer außergewöhnlichen Karriere zu schreiben, sei "cool und aufregend".
Eine Rückkehr ins Einzel schloss die ehemalige Weltranglistenerste nicht aus, wollte sich aber nicht festlegen. "Was das Einzel betrifft, kann ich das im Moment nicht sagen", erklärte Williams. Dafür müsse sie "wahrscheinlich noch etwas mehr trainieren".
Der sportliche Erfolg steht für die US-Amerikanerin ohnehin nicht mehr im Vordergrund. "Ich muss nicht gewinnen", betonte Williams. Schließlich habe sie "mehr gewonnen als die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben". Deshalb verspüre sie keinen Druck mehr: "Ich habe nichts zu beweisen. Ich habe nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen."
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