French Open 2026 - Alexander Zverev nach erstem Grand-Slam-Titel emotional: "Hoffe, dass mental etwas geplatzt ist"
Update 08/06/2026 um 11:00 GMT+2 Uhr
Mit dem French-Open-Titel nach großem Drama am Sonntag im Endspiel gegen Flavio Cobolli hat Alexander Zverev das finale Puzzleteil seiner Laufbahn geschlossen und seine Karriere nach drei verlorenen Endspielen vervollständigt. Stunden nach dem Triumph blickte Zverev bereits voraus. Der deutsche Tennisstar zeigte sich hungrig auf mehr und hofft, dass der Titel mentale Blockaden löst.
Finale: Zverev beendet deutsche Grand-Slam-Durststrecke - Highlights
Quelle: Eurosport
Alexander Zverev zückte sein Smartphone und machte erstmal genüsslich Fotos seiner gewonnenen Trophäe. Der "Coupe des Mousquetaires", den er rund zwei Stunden zuvor in den Pariser Abendhimmel gestemmt hatte, wartete auf dem Pult seiner Pressekonferenz auf ihn.
Zverev strahlte und packte den Pokal nach der Frage-Antwort-Runde, um die Silberware bei den folgenden TV-Interviews zu präsentieren. Der Stolz stand dem besten deutschen Spieler der vergangenen zehn Jahre förmlich ins Gesicht geschrieben.
In einem ab dem zweiten Satz engen und von Nervosität auf beiden Seiten geprägten French-Open-Finale hatte sich Zverev am Ende auf dramatische Art und Weise den so lange ersehnten ersten Grand-Slam-Titel im 41. Anlauf gesichert.
Es war der erste Erfolg im vierten großen Endspiel. Der Weltranglisten-Dritte besiegte Flavio Cobolli in fünf Durchgängen nach 4:18 Stunden mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (7:5) und 6:1.
Sieg gegen Cobolli – und sich selbst
Dabei übertrumpfte der beste deutsche Spieler der vergangenen zehn Jahre nicht nur seinen italienischen Gegner, sondern überwand ebenfalls die Dämonen in seinem Kopf nach zuvor drei verlorenen Major-Endspielen.
Was zunächst nach einer Fortsetzung von Zverevs souveränem Spielstil der vergangenen Tage aussah, endete mit vielen Aufs und Abs, einem verlorenen Tiebreak im vierten Satz letztlich im fünften und entscheidenden Durchgang – den Zverev plötzlich souverän gewann.
”Ich fand, dass ich meine Emotionen die vergangenen zwei Wochen sehr gut gemanagt habe und heute halt nicht richtig gut. Ich war heute viel nervöser. Letztlich ist es mir aber egal. Ich hab einen Grand-Slam-Titel geholt und bin überglücklich darüber", sagte Zverev.
Zverev blickt zurück
Zverev wirkte in der Pressekonferenz bereits gefasst und strahlte eine Zuversicht für die Zukunft aus. Dafür zog er einen Vergleich zu den Anfängen seiner Karriere.
Sein Durchbruch sei bei den Masters-Turnieren sehr früh geschehen. "Denn ich habe eines gewonnen, als ich 20 Jahre alt war, und danach habe ich viele weitere Masters gewonnen. Bei einem Turnier auf Masters-Niveau hatte ich also sehr schnell diese Erleichterung."
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Zverev exklusiv: "Es ist super emotional"
Quelle: Eurosport
Bei einem Grand-Slam-Turnier habe es nun länger gedauert. "Jetzt werde ich, egal was passiert, immer ein Grand-Slam-Champion sein, und niemand kann mir das nehmen. Vielleicht gibt mir das ja tatsächlich etwas Freiheit. Vielleicht wird mein Kopf einfach ein bisschen ruhiger, wenn ich ein Finale spiele."
Zverev blickte auf seine Trophäe und sprach: "Dieser Pokal ist für mich sehr wichtig, denn hätte ich dieses Spiel verloren, wäre mein Selbstvertrauen erheblich geschwächt worden. Aber jetzt, wo ich gewonnen habe, habe ich das Gefühl, dass ich es wieder schaffen kann."
Kaum Pause für den Champion
Zverev strebt also weitere Titel auch gegen Sinner und Alcaraz an. "Selbst wenn ich das nächste Finale verliere, weiß ich, dass ich ein Grand-Slam-Champion bin. Das ist für mich eine Erfüllung als Sportler. Ich habe jetzt auf jedem Niveau gewonnen. Darauf kann man stolz sein."
Er wolle weitermachen. "Also keine Sorge, ich höre nicht auf. Aber ich hoffe, dass auch mental bei mir etwas geplatzt ist. Es ist etwas Besonderes, mit so einem Pokal hier zu sitzen." Dieses Gefühl wolle man wiederhaben.
Zunächst verschwand Zverev aber mit seinem Team, um den Erfolg ausgiebig zu feiern.
Er sagte noch: "Am Montag habe ich noch ein paar Termine vom Turnier aus. Donnerstag geht es bereits Richtung Halle. Und in drei Wochen steht Wimbledon an."
Die Tennistour macht keine Pausen - auch nicht für Grand-Slam-Sieger.
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Der Weg zum Titel: Zverevs Top-Schläge in Roland-Garros
Quelle: Eurosport
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