Olympia 2024: Schwedens Truls Möregardh glänzt mit sechseckigem Tischtennisschläger - Eurosport-Experte klärt auf
VonLukas Fegers
Publiziert 07/08/2024 um 10:03 GMT+2 Uhr
Als das Viertelfinal-Aus der deutschen Tischtennisspieler bei den Olympischen Spielen gegen Schweden besiegelt war, richteten sich alle Augen auf Timo Boll. Schließlich war der letzte Auftritt des 43-Jährigen in Paris gleichbedeutend mit dem letzten internationalen Match seiner unvergleichbaren Karriere. Doch auch Truls Möregardh stand einmal mehr im Fokus - wegen seines sechseckigen Schlägers.
Kampf nicht gekrönt - Deutschland scheitert im Viertelfinale: Highlights
Quelle: Eurosport
Der Schwede, der an der Seine im Einzel sensationell zu Silber gestürmt war, setzte sich am Dienstagabend mit 3:2 gegen Dimitrij Ovtcharov durch und brachte seine Mannschaft 2:0 in Führung.
Dabei verblüffte der 22-Jährige erneut mit seinem unorthodoxen Schläger, der während der Olympischen Spiele den Weg raus aus der kleinen Bubble Tischtennis und rein in die breite Öffentlichkeit auf Social Media gefunden hatte.
Warum der sechseckige Schläger nicht nur optisch ein echter Hingucker ist, sondern Möregardh auch sportlich in die Weltspitze führte, erklärte Eurosport-Experte Steffen Fetzner bereits im Vorfeld des Viertelfinals, das die Schweden letztlich mit 3:0 für sich entschieden.
"Dieser Schläger wurde speziell für ihn konzipiert", sagte der Doppel-Weltmeister von 1989 und betonte, dass mit diesem "nicht jeder spielen oder umgehen kann".
"Noch mehr Effet" dank Schläger
Für Möregardh aber, so Fetzner, sei das Produkt "perfekt. Wenn man sein Spiel beobachtet, hat er teilweise auch außergewöhnliche Schläge, unorthodoxe Schläge, die sonst kein anderer Spieler auf der Welt zeigt. Dieser Schläger unterstützt sein Spiel einfach noch."
Ins Gedächtnis dringt vielen Beobachtern bei diesen Worten sicherlich die spektakuläre Bogenlampe, die Möregardh während seiner 1:4-Niederlage im Finale gegen den Chinesen Fan Zhendong schlug. Es war ein, wenn nicht das Highlight des Endspiels, das in den sozialen Medien viral ging.
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"Was war das?" Diesen Monster-Spin bekommt keiner
Quelle: Eurosport
"Mit den abgeschrägten Ecken hat er die Möglichkeit, gerade über dem Tisch noch etwas mehr Effet zu spielen. Diese kurzen Bälle, die kurzen Returns auf die Aufschläge", sagte der TV-Experte.
Im Halbfinale gegen Japan
Der Schläger sei "etwas kopflastiger", so Fetzner. Und damit komme Möregardh, der im Ligabetrieb für den 1. FC Saarbrücken antritt, aufgrund seiner "außergewöhnlichen Schlägerhaltung" ideal zurecht.
In Paris kann sich die Sport-Welt mindestens noch ein Match lang davon ein Bild machen, am Mittwoch trifft das schwedische Team im Halbfinale auf Japan.
Auch dann will Möregardh, der im Einzel die erste schwedische Olympia-Medaille seit dem Jahr 2000 gewann, wieder glänzen. Nicht mit runder Vor- und Rückhand, sondern wieder mit sechs Ecken.
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