Jan Frodeno feiert bei PTO European Open ein starkes Comeback und verpasst das Podium nur knapp

Jan Frodeno hat ein starkes Comeback gefeiert und das Podium beim Triathlon auf Ibiza nur knapp verpasst. Der langjährige Dominator der Szene musste sich bei den PTO European Open nur drei Ausnahme-Athleten der neuen Generation geschlagen geben: Nach 3:16:03 Stunden kam er hinter Max Neumann (Australien), Vorjahresweltmeister Kristian Blummenfelt (Norwegen) und Magnus Ditlev (Dänemark) ins Ziel.

Neumann überrascht Top-Favorit Blummenfelt - Frodeno starker Vierter

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Jan Frodeno kostete es aus, dieses Gefühl am Ende eines erfolgreichen Triathlons, wenn die Beine brennen und sich der Puls langsam beruhigt. Lange hatte er darauf verzichten müssen, doch auf Ibiza endete endgültig seine Leidenszeit. Zwar nicht mit einem Sieg wie bei Anne Haug, aber mit dem guten Gefühl, die großen Ziele auf seiner Abschiedstour schmerzfrei angehen zu können. Erschöpft, aber glücklich küsste er seine Tochter Sienna Sofia auf den Bauch.
616 Tage lang hatte Frodeno keinen Triathlon mehr beendet, am Samstag kam er bei den PTO European Open als Vierter an - geschlagen nur von drei Ausnahme-Athleten. Ein starkes Comeback, für Frodeno aber kein "Traumeinstand" in seine letzte Saison als Profisportler. Der Olympiasieger und dreimalige Ironman-Weltmeister ist selten vollauf zufrieden, selbst wenn er nach Seuchenjahren erst wieder Anlauf nimmt.
"Es ist gut, zurück zu sein. Ich bin glücklich, auch wenn es nicht das war, was ich erwartet habe", sagte Frodeno nach dem Rennen über 2 km Schwimmen, 80,2 km Radfahren und 17,8 km Laufen. Stärker als jede Niederlage, stellte er fest, "schmerzt es, an der Seitenlinie zu stehen". Dazu war er nach einem Teilriss der Achillessehne und einem Fahrradsturz, auf den drei Operationen folgten, lange gezwungen.
In Frodenos Abwesenheit übernahm der Norweger Kristian Blummenfelt den Triathlon-Thron, der 29-Jährige führt eine neue Generation an, die den alten König freundlich zurückempfangen hat, im Wettkampf aber kein Pardon kennt. Auf Ibiza kam Blummenfelt als Zweiter hinter Max Neumann (Australien) ins Ziel. Frodeno, 41 Jahre alt, landete nur 26 Sekunden hinter Magnus Ditlev (Dänemark) und dem Podest.
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Triumphzug auf Ibiza: Haug distanziert die Konkurrenz

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Haug strahlt nach Sieg: "Belohnung für all die Schmerzen"

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Frodeno hadert trotz Platz vier

Dennoch: "Das war ein guter erster Schritt", sagte Frodeno in einem Ton, als müsse er sich selbst davon überzeugen. Der nächste soll am 4. Juni bei der Ironman-EM in Hamburg folgen, dann mit einer Revanche gegen Neumann. "Mal schauen, ob ich den Diesel angeworfen bekomme", sagte Frodeno. Bis zur WM im September in Nizza ist noch genug Zeit, um in die Form zu kommen, die Anne Haug auf Ibiza zum Sieg trug.
Die Ironman-Weltmeisterin von 2019 war als 17. aus dem Wasser geklettert, 2:44 Minuten Rückstand hatte sie auf die Britin Lucy Charles-Barclay, eine halbe Minute holte sie auf dem Rad auf - und setzte dann zu einem kilometerlangen Endspurt an. Haug flog förmlich an ihren Gegnerinnen vorbei und sicherte sich vor Ashleigh Gentle (Australien) und Charles-Barclay die Siegprämie von 100.000 Dollar.
"Es pusht mich einfach, gegen die Besten der Welt anzutreten", sagte Haug: "Im ersten Rennen der Saison auf diesem Niveau weiß man nie, wo man steht." Die Standortbestimmung hätte für die 40-Jährige nicht erfolgreicher verlaufen können. Bei der WM, die für die Frauen im Oktober auf Hawaii stattfindet, nimmt sie in dieser Verfassung ihren zweiten Titel ins Visier.
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(SID)
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Neumann emotional nach Triumph: "Für diese Duelle lebe ich"

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