24 Stunden von Le Mans 2026: Ferrari-Crash im ersten Training vom Titelverteidiger-Auto #83 - Cadillac mit Bestzeit

Die 24 Stunden von Le Mans 2026 haben für das Titelverteidiger-Auto #83 von Ferrari mit einem kleinen Schock begonnen: Im ersten Freien Training für den Langstreckenklassiker flog Yifei Ye mit seinem AF-Corse-Ferrari 15 Minuten vor Schluss in der Mulsanne-Kurve ab. Dabei krachte Ye seitlich in den Reifenstapel. Die schnellsten Hypercar-Zeiten setzten am Mittwochnachmittag die Cadillacs.

Ferrari-Schreckmoment: Titelverteidiger fliegt im ersten Training ab

Quelle: Eurosport

Die Bestzeit gelang Jack Aitken im Cadillac #38 (Bamber/Bourdais/Aitken), der kurz vor Ende der ersten Trainingssession einen Qualifying-Versuch fuhr und den Circuit de la Sarthe in 3:23,786 Minuten umrundete. Im Anschluss musste der Brite allerdings an die Box, weil das heftige Überfahren der Randsteine an seinem Boliden Spuren hinterließ.
Die zweitbeste Zeit fuhr Jordan Taylor im WTR-Cadillac #101 (J. Taylor/R. Taylor/Albuquerque) in 3:25,348 Minuten. Dies geschah jedoch im Renntrimm. Der Cadillac #12 (Stevens/Nato/Deletraz) unterstrich auf Rang vier die starke Form der General-Motors-Nobelmarke, die von vielen als Favorit auf den Sieg gilt.
Dazwischen schob sich noch der BMW #20 (Frijns/Rast/S. van der Linde; 3.) in 3:25,533 Minuten, während der andere BMW nicht über den 14. Platz hinauskam. Allerdings fuhren verschiedene Hersteller verschiedene Programme.
"Alle sind ziemlich zufrieden mit dem Auto. Wir hatten einen guten Test und haben zwischen dem Test und der Rennwoche einige Änderungen vorgenommen, die sich als gut herausgestellt haben. Das Rennen wird aber nicht über eine Runde, sondern über Doppel- und Dreifachstints entschieden", sagte Cadillac-Pilot Jordan Taylor im Anschluss.
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Jordan Taylor im #101 Cadillac

Fotocredit: Getty Images

Titelverteidiger-Ferrari nach Crash nur auf Rang 17

Schlechter lief es für den AF-Corse-Ferrari #83 (Ye/Kubica/Hanson): Nach dem Crash in der Mulsanne-Kurve brachte Ye den Ferrari 499P in langsamer Fahrt zwar immerhin zurück an die Box, eine weitere Ausfahrt war jedoch nicht mehr möglich. So blieb für den Titelverteidiger nur Platz 17.
Kurz danach gab es in der Hypercar-Klasse noch einen weiteren Vorfall: Kurz vor Sessionende schlug Frederic Makowiecki im Alpine #36 (Makowiecki/Gounon/Martins; 12.) ausgangs der Esses in die Leitplanke ein. Für das Qualifying braucht die #36 nun einen Satz neue Querlenker auf der linken Seite.
Hinter dem Alpine #35 (da Costa/Milesi/Habsburg; 5.) war der Toyota #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa; 6.) bester Vertreter der LMH-Fraktion. Außerdem kamen beide Aston Martin, ein Ferrari und ein Genesis in die Top 10. Düster sieht die Lage wie schon im Vorjahr für Peugeot aus. Als einziger Hersteller kamen die Löwen nicht unter die Marke von 3:27 Minuten.
Probleme gab es auch beim Genesis #17 (Lotterer/Derani/Jaubert; 9.). Luis Felipe "Pipo" Derani erklärt: "Wir hatten ein paar Probleme mit dem Antrieb. So will man Le Mans natürlich nicht beginnen. Aber die Jungs haben es behoben und am Ende haben wir noch ein Runden mit dem Auto in gutem Zustand hinbekommen."

LMP2: Nur vier Autos innerhalb einer Sekunde

In der LMP2-Klasse landeten nur vier Fahrzeuge innerhalb von einer Sekunde. Die Bestzeit ging hier an den Duqueine-Oreca #30 (Pin/Andlauer/Verschoor).
In der LMGT3 setzte der ASP-Lexus #78 (van Rompuy/David/Hawksworth) in 3:55,737 Minuten die schnellste Zeit. Damit war das Auto eineinhalb Sekunden schneller als die LMGT3-Bestzeit aus dem Jahr 2025 und mehr als zwei Sekunden schneller als die 2024er-Bestzeit im ersten Training.
Zwölf Fahrzeuge landeten innerhalb einer Sekunde. Die WRT-BMWs hinterließen mit den Plätzen zwei und drei einen starken Eindruck, ebenso die beiden Corvetten von TF Sport mit den Plätzen vier und acht. Auch zwei Iron-Lynx-Mercedes kamen in die Top 10.
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24 Stunden von Le Mans: So lief die WEC-Saison 2026 bislang

Quelle: Eurosport


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