Während es bei Welt- und Europameisterschaften nie zu Titeln oder Top-Platzierungen reichte, ist die Olympische Fußballgeschichte der DDR eine Erfolgsgeschichte.
Die Teams der Deutschen Demokratischen Republik gewannen bei Olympia insgesamt einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze. Dabei profitierte man auch davon, dass osteuropäische Spieler bis 1984 vom IOC komplett als Amateure angesehen wurden, und die Verbände daher mit ihrer A-Nationalmannschaft antreten durften.
Den einzigen Titel holte die DDR-Auswahl bei den Spielen 1976 in Montreal. Am 31. Juli traf das von Georg Buschner trainierte Team im Endspiel auf Polen. Die polnische Mannschaft ging als Favorit in die Partie, bestand sie doch zum Großteil aus Spielern, die bei der WM 1974 in Deutschland Rang drei belegte.
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Hartmut Schade in der siebten und Martin Hoffmann in der 14. Minute brachten die DDR früh mit 2:0 in Führung. Grzegorz Lato verkürzte für die Polen in der 59. Minute, ehe Reinhard Häfner in der 84. Minute für die Entscheidung und den 3:1-Endstand sorgte.
Hartnäckig hielten sich Gerüchte, dass der große Erfolg fast gar nicht zu Stande gekommen wäre. Nach einem enttäuschenden 0:0 zum Auftakt gegen Brasiliens Amateure wollte DDR-Sportchef Manfrd Ewald das Team zurückziehen, hieß es.
"Ganz so schlimm war es nicht, aber uns wurde gehörig der Kopf gewaschen. Und es hat gefruchtet", sagte Konrad Weise, damals Mitglied der Gold-Mannschaft.

Szene aus dem Endspiel der Olympischen Spiele 1976: Die DDR trifft auf Polen

Fotocredit: Imago

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