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Emma Hinze gewinnt ihr drittes EM-Gold im Sprint von München: Millimeter entscheiden über Sieg im Finale
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Publiziert 15/08/2022 um 19:50 GMT+2 Uhr
Emma Hinze hat ihren Siegeszug bei der Bahnrad-EM fortgesetzt. Die fünfmalige Weltmeisterin gewann am Montag das spannende Finale in der Königsdiziplin Sprint und feierte nach den Erfolgen im Teamsprint und dem 500-m-Zeitfahren ihren dritten Sieg bei den Titelkämpfen in München. Hinze setzte sich in 2:1-Läufen und am Ende hauchdünn gegen die Französin Mathilde Gros durch.
Foto-Finish! Hinze macht doppelten Titel-Hattrick perfekt
Quelle: Eurosport
Die Entscheidung nach dem Erfolg der 24-jährigen Brandenburgerin im ersten Rennen und dem Konter ihrer Gegnerin im zweiten Lauf fiel erst nach Auswertung des Zielfotos in einer Millimeterentscheidung. Dritte wurde Laurine van Riessen aus den Niederlanden, die das Duell um Bronze gegen die WM-Zweite Lea Sophie Friedrich aus Dassow gewann.
"Am Morgen habe ich total schlecht gefühlt und dann gedacht, dass ich nur Vierte werde. Ich musste mich mehrmals übergeben", sagte Hinze: "Als ich dann noch ins dritte Finale musste, habe ich gedacht, dass es das war, habe zwischendurch gebrochen und geweint, alles einmal durch, aber mein Team hat mich toll aufgebaut, und jetzt kann ich gar nicht glauben, dass ich doch noch gewonnen habe. Viele wollen einen Titel haben. Drei sind krass."
Emma sei supercool geblieben, lobte die zweimalige Olympiasiegerin und "ZDF"-Expertin Kristina Vogel die Nervenstärke der Seriensiegerin bei ihrem neuerlichen Erfolg.
Die 31-Jährige beschrieb Hinzes Sieg im dramatisch verlaufenen Entscheidungsrennen als taktische Meisterleistung der Dominatorin von München: "Sie hat Gros auf der schwarzen Linie unten festgenagelt und sie sich zurechtgelegt."
Lea Sophie Friedrich enttäuscht nach Rang vier
Den knappen Ausgang des dritten Laufs hielt Vogel nicht für einen Schönheitsfehler: "Bei einem Foto-Finish ist es egal, wie man gewinnt. Eine Reifenbreite reicht, und dann ist es das, was am Ende zählt."
Friedrich dagegen war enttäuscht. "Es lag nicht an der Kraft, es war größtenteils taktisch. Das ist für mich enttäuschend, aber ich ziehe die besten Dinge daraus", sagte sie im "ZDF".
Für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) war es die zehnte Medaille bei der Heim-EM. Sechs Mal ging der EM-Titel an den deutschen Verband.
Erneuter Sturz bei Bahnrad-EM
Der Start des Entscheidungslaufs hatte sich wegen eines erneut schweren Sturzes um eine knappe Stunde verzögert.
Im abschließenden Punktefahren des Frauen-Omniums stürzten mehrere Fahrerinnen.
Besonders schwer erwischte es die Griechin Argiro Milaki und Ganna Solovej aus der Ukraine. Beide wurden rund 30 Minuten hinter einem Sichtschutz behandelt und anschließend auf einer Trage aus der Halle transportiert.
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(SID)
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