UCI Track Champions League 2024: Bahnrad-Stars um Lavreysen, Richardson, Archibald kämpfen in neuem Format
VonFelix Mattis
Update 23/11/2024 um 09:19 GMT+1 Uhr
Eine Woche weniger, aber wieder fünf Rennabende: Die UCI Track Champions League 2024 beginnt am Samstag auf der Olympia-Bahn von Paris in Saint-Quentin-en-Yvelines und wartet mit einem hochkarätigen Starterfeld auf. Zwei Doppel-Events in Apeldoorn und London machen das Rennprogramm noch härter und enger und gerade in der Sprint League stehen fast alle Olympiasieger und Weltmeister am Start.
UCI track Champions League: Promo of the 2024 season
Quelle: Eurosport
Am Format hat sich insgesamt wenig geändert: In der Sprint League werden die Disziplinen Sprint und Keirin ausgetragen, wobei letzteres um eine Runde von deren fünf auf sechs verlängert wurde.
In der Endurance League geht es in der Elimination und im Scratch auf die Bahn, wobei letzteres nun nicht mehr 20 sondern 30 Runden lang sein wird.
In jeder Disziplin gibt es an jedem Rennabend 20-17-15-13-11-10-9-8-7-6-5-4-3-2-1 Punkte für die Top 15, so dass über die fünf Eventabende sowohl in der Sprint League als auch in der Endurance League maximal bis zu 200 Zähler zu ergattern sind. Die jeweiligen Spitzenreiter tragen das hellblaue Führungstrikot und am Saisonende gewinnen die Gesamtsieger je 25.000 Euro.
Anders als in den Vorjahren wird dabei nicht mehr immer abends gefahren, sondern sowohl in Saint-Quentin-en-Yvelines als auch bei den Samstags-Events von Apeldoorn und London geht es diesmal bereits am Nachmittag rund.
Das neue Format verkürzt einerseits die Regenerations-Zeiten nochmal deutlich, was die Rennen umso härter macht und dürfte außerdem vor allem mehr Familien und Kinder in die Velodrome locken und dem potentiellen Nachwuchs der Zukunft das Tor zur Bahnrad-Welt öffnen.
Andrews, Finucane, Lavreysen und Richardson am Start
Sie werden die Creme de la Creme des Sports bewundern dürfen. Denn mit Sprint- und Keirin-Olympiasiegerin Ellesse Andrews aus Neuseeland sowie Sprint-, Keirin- und Teamsprint-Olympiasieger Harrie Lavreysen aus den Niederlanden stehen nicht nur die Titelverteidiger in der Sprint League wieder am Start.
Andrews trifft unter anderem auf Sprint-Weltmeisterin Emma Finucane aus Großbritannien und bei den Männern kommt es einmal mehr zum Dauerbrenner der großen Rivalen: Lavreysen gegen Matthew Richardson, der wegen seines Wechsels von der australischen zur britischen Lizenz nach Olympia die WM auslassen musste und nun wohl spezieller vorbereitet als der Niederländer zur Champions League angereist ist.
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Das Sprint-Aufgebot der Track Champions League 2024
Fotocredit: Eurosport
"Ich konnte nach Olympia schon pausieren und jetzt nochmal zehn, zwölf Wochen gut aufbauen, um für die Champions League in die bestmögliche Form zu kommen", kündigte Richardson an, während Lavreysen nach seinen großartigen Olympischen Spielen auch bei den Weltmeisterschaften im Oktober noch drei Gold-Medaillen mitnahm und danach erstmal pausierte. Er befindet sich daher eher wieder im Aufbau.
Pröpster und Spiegel halten deutsche Fahne hoch
Neben diesen beiden Spitzenduellen hat die Sprint League mit der französischen Lokalmatadorin Mathilde Gros sowie den Britinnen Katy Marchant und Sophie Capewell, aber auch Andrews' Teamkolleginnen Rebecca Petch sowie Shaane Fulton oder der Niederländerin Hetty van de Wouw, die dieses Jahr bei Olympia und WM insgesamt vier Silber-Medaillen sammelte, und der in der Champions League jedes Jahr starken Kolumbianerin Marta Bayona ein sehr starkes Line-Up zu bieten.
Einzig die Japanerinnen sowie leider auch das deutsche Teamsprint-Trio Lea Friedrich, Pauline Grabosch und Emma Hinze fehlen. Die deutsche Fahne hält bei den Frauen aber Alessa-Catriona Pröpster hoch, die im vergangenen Jahr Gesamtzweite wurde und zwischenzeitlich das Führungstrikot trug.
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Zwei Siege für Pröpster: Die Sprint-Finals der Track Champions League
Quelle: Eurosport
Bei den Männern bekommen es Lavreysen und Richardson unter anderem mit Jeffrey Hoogland (Niederlande), Mikhail Yakovlev (Israel), Nicholas Paul (Trinidad und Tobago), Kevin Quintero (Kolumbien) oder Thomas Cornish (Australien) zu tun – und der 20-jährige Luca Spiegel, amtierender U23-Europameister im Sprint, gibt für Deutschland sein TCL-Debüt.
Endurance-League-Spezialisten angeführt von Bibic und Archibald
Bei den Ausdauer-Sportlern in der Endurance League stehen weniger amtierende Titelträger von Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen am Start, da die Straßenprofis sich in der Vorbereitung auf die neue Straßen-Saison befinden. Hier entwickelt sich die Track Champions League dafür mehr und mehr zu einer spannenden Serie für Spezialisten und die Fans dürfen sich auf die aus den Vorjahren bekannten Protagonisten freuen:
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Das Endurance-Aufgebot der vierten UCI Track Champions League
Fotocredit: Eurosport
Titelverteidiger Dylan Bibic (Kanada) trifft auf den Gesamtsieger von 2023, Claudio Imhof (Schweiz), sowie Omnium-Weltmeister Lindsay De Vylder (Belgien) und den letztjährigen Gesamtzweiten der TCL, William Tidball (Großbritannien). Bei den Frauen gibt Katie Archibald ihr Comeback, nachdem sie verletzungsbedingt auf Olympia und auch die WM verzichten musste. Die Endurance-League-Siegerin von 2021 und 2023 bekommt es einmal mehr mit Anita Stenberg (Norwegen), aber auch mit ihrer Landsfrau Jessica Roberts zu tun, die im Oktober WM-Silber im Omnium gewann.
Der Terminplan:
1. Runde, 23.11.: Saint-Quentin-en-Yvelines (Frankreich / 17:00 Uhr MEZ)
2. Runde, 29.11.: Apeldoorn (Niederlande / 19:00 Uhr MEZ)
3. Runde, 30.11.: Apeldoorn (Niederlande / 16:00 Uhr MEZ)
4. Runde, 6.12.: London (Großbritannien / 20:00 Uhr MEZ)
5. Runde, 7.12.: London (Großbritannien / 18:30 Uhr MEZ)
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