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Bahnrad-WM: Deutscher Vierier mit Franziska Brauße, Mieke Kröger, Lisa Klein und Lena Reißner fährt an Medaille vorbei
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Publiziert 05/08/2023 um 14:18 GMT+2 Uhr
Der Bahnrad-Vierer der Frauen hat eine Medaille bei der Multi-WM in Glasgow verpasst. Das im Vergleich zum Olympiasieg in Tokio personell veränderte deutsche Team mit Franziska Brauße, Mieke Kröger, Lisa Klein und Lena Charlotte Reißner fuhr in der ersten Runde der Mannschaftsverfolgung in 4:18,527 Minuten auf den siebten Platz und scheiterte damit an der Qualifikation für den Bronzelauf.
Bahnrad-Vierer
Fotocredit: Getty Images
Mieke Kröger und die anderen Heldinnen von Tokio atmeten nach der derben Enttäuschung von Glasgow kräftig durch.
Die Wettkampfpause am Sonntag kam dem Kern des Gold-Vierers von 2021 gelegen, denn der Frust saß tief.
Bei der Bahnrad-WM waren die lange erfolgsverwöhnten Olympiasiegerinnen in der Mannschaftsverfolgung der Konkurrenz nicht zum ersten Mal seit der Sternstunde vor zwei Jahren hinterhergefahren.
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Ein Jahr vor den Sommerspielen in Paris klafft eine große Lücke zur Weltspitze. "Es war der Wurm drin. Wir haben nicht so performt, wie wir uns das vorgestellt haben", analysierte Bundestrainer Andre Korff.
Brauße: "Wir sind alle enttäuscht"
Das im Vergleich zum Olympiasieg in Tokio auf einer Position personell veränderte deutsche Team mit Kröger, Franziska Brauße, Lisa Klein und Lena Charlotte Reißner hatte mit Platz sieben in der ersten Runde die Medaillenränge am Samstag klar verpasst.
Schon bei der letzten WM hatte es nicht für eine Medaille gereicht.
"Wir sind alle enttäuscht", sagte Brauße, die am Donnerstag mit Silber in der Einerverfolgung noch die erste deutsche Medaille geholt hatte.
Der Vierer erreichte in 4:18,527 Minuten das Ziel, bis auf das abgeschlagene Kanada waren alle anderen Gegner mindestens knapp sechs Sekunden schneller.
Brennauer hinterlässt große Lücke
"Es lief schon die ganze Zeit nicht rund, gestern nicht und heute nicht. Wir sind nicht in der Formation ins Ziel gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben", erklärte Korff.
Im Rennen verlor die 22-jährige Reißner, die kurzfristig Laura Süßemilch ersetzte, zum Schluss das Hinterrad von Klein und flog aus der Formation.
"Lena ist eine junge Sportlerin, die heute einfach noch nicht den perfekten Tag hatte, den sie einfach braucht, um bei drei Olympiasiegerinnen mitzufahren", sagte Brauße.
Die Lücke, die Tokio-Siegerin Lisa Brennauer nach ihrem Karriereende im letzten Jahr hinterlassen hat, klafft weiter. Mit der siebenmaligen Weltmeisterin sowie Kröger, Brauße und Klein war der Vierer bei den Sommerspielen in Japan im Finale noch Weltrekord (4:04,242 Minuten) gefahren.
Korff: "Bin guter Dinge für die Zukunft"
Derartige Erfolge sind aktuell weit entfernt. Auch Kröger ist derzeit nicht in der Topverfassung, "das muss man ehrlich zugeben", sagte Korff.
Die 30-Jährige übernimmt auf der Bahn mit ihrer Größe (1,83 m) eine wichtige Aufgabe, sie spendet Windschatten. Meist fährt sie bis zu einem Kilometer lang vorneweg.
Fehlt Kröger das Tempo, leidet das gesamte Team. Personelle Veränderungen will Korff aber nicht vornehmen. "Ich gehe mal davon aus, dass das der Weg auch für Paris 2024 ist", sagte der Bundestrainer. Dort soll es dann trotz der Bruchlandung von Glasgow wieder um Edelmetall gehen.
"Ich bin trotzdem guter Dinge für die Zukunft. Es wird auch weiter unser Ziel sein, bei Olympia irgendwie um die Medaillen zu fahren", erklärte Korff.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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