NBA stellt Spielbetrieb ein - Rudy Gobert von Utah Jazz mit Coronavirus infiziert

Neben Rudy Gobert ist auch Donovan Mitchell vom NBA-Team Utah Jazz mit dem Coronavirus infiziert. Einen entsprechenden "ESPN"-Bericht bestätigte der Profi am Donnerstag bei Twitter. Nach dem ersten Fall hatte die US-Basketball-Profiliga den Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung unterbrochen. Alle weiteren Mitglieder der Mannschaft wurden ebenfalls getestet.

Fotocredit: Getty Images

Vor wenigen Tagen machte Rudy Gobert noch Scherze über das Coronavirus. Bei einer Presserunde berührte der 27 Jahre alte Center von Utah Jazz demonstrativ alle vor ihm stehenden Mikrofone und Aufnahmegeräte. Jetzt steht die NBA plötzlich still - weil Gobert positiv getestet wurde. Wie es in der Basketball-Glamourliga in Zeiten der Pandemie weitergeht, ist unklar.
Auf den Schock am Mittwoch (Ortszeit) und die Absage vorerst aller Partien folgte einen Tag später der zweite positive Test. Auch Goberts Teamkollege Donovan Mitchell ist infiziert, das gab der Profi bei Twitter bekannt. Utah hatte zuvor einen zweiten Fall bestätigt, aber keinen Namen genannt.
Viele NBA-Stars zeigten sich entsetzt. "Mann, wir stornieren Sportveranstaltungen, Schule, Büroarbeit usw. usw. Was wir wirklich absagen müssen, ist 2020!", schrieb Superstar LeBron James bei Twitter. "Das ist verrückt. Das kann nicht wahr sein", sagte Mark Cuban, Besitzer der Dallas Mavericks:
Derweil berichtete Evan Fournier (Orlando Magic) von einem Gespräch mit seinem Nationalmannschaftskollegen:

Quarantäne-Maßnahmen wurden umgehend eingeleitet

Das Team der Jazz hatte die Diagnose unmittelbar vor dem Beginn des Duells bei Oklahoma City Thunder, Mannschaft des deutschen Nationalspielers Dennis Schröder, erreicht. Gobert, der in den offiziellen Mitteilungen namentlich nicht bestätigt wurde, befand sich nicht in der Arena.
Die Begegnung wurde abgesagt, umgehend wurden Test- und Quarantäne-Maßnahmen für das Team eingeleitet. Es verbrachte die Nacht entgegen ursprünglicher Planungen in einem Hotel. Laut ESPN sollen auch Spieler weiterer Teams unmittelbar aufgefordert worden sein, sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Dazu zählen auch Meister Toronto Raptors und die Boston Celtics von Daniel Theis, die am Freitag gegen Utah gespielt hatten.
Der eng getaktete Spielplan könnte eine rasche Verbreitung des Virus begünstigen, wohl auch deshalb entschied sich die NBA-Führung um Boss Adam Silver zu dem schweren Schritt, vorerst den Sport ruhen zu lassen. Die millionenschweren Gehälter der Profis müssen wohl von den Klubs weiter bezahlt werden. Auch deshalb ist es wahrscheinlich, dass die Saison zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen wird.
"Es geht wirklich nicht um Basketball oder Geld", sagte Cuban:
Nun müsse sichergestellt werden, dass man richtig mit der Situation umgeht.

NBA wollte Spielbetrieb fortsetzen

Die NBA hatte zuletzt noch nach Wegen gesucht, die Meisterschaft trotz der Coronakrise fortzusetzen. So wurden Memos an alle Klubs verschickt, in denen die Möglichkeit von Geisterspielen erwähnt wurde. Schon am Donnerstag sollte die Begegnung zwischen den Golden State Warriors und den Brooklyn Nets ohne Zuschauer ausgetragen werden, dies ist nun hinfällig.
(SID)
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