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Norm nicht erfüllt: Lesser dennoch für Biathlon-WM nominiert

Norm nicht erfüllt: Lesser dennoch für Biathlon-WM nominiert
Von Eurosport

29/01/2020 um 13:38

Erik Lesser steckt im Formtief, musste zuletzt sogar im zweitklassigen Weltcup antreten. Nun geht der Traum von der WM aber doch in Erfüllung für ihn, hauptsächlich für die Staffel. Die größten Medaillenchancen bei den Männern dürfen sich Arnd Peiffer und Benedikt Doll machen. Bei den Damen hat nur eine wirklich realistische Chancen auf eine Medaille in Südtirol.

Er traf die Scheiben nicht mehr, zweifelte und musste zuletzt sogar im zweitklassigen IBU-Cup ran - nun geht für Erik Lesser der Traum von der WM in Antholz durch die Hintertür doch noch in Erfüllung.

Immerhin hatte sich Lesser im letzten Weltcup vor den Titelkämpfen in ansteigender Form präsentiert. Mit Platz 14 im abschließenden Massenstart in Pokljuka erfüllte der zweimalige Weltmeister und Olympiazweite von Sotschi 2014 nur die halbe WM-Norm und zweifelte selbst: "Das ist für ganz vorne nicht gut genug. Dann braucht das Team nicht zwingend einen Erik Lesser. Ich habe mein Ding abgespult und das gemacht, was möglich ist. Ich kann mir nichts vorwerfen."

DSV mit Peiffer, Doll, Preuß

Zumindest ins Team schaffte er es damit. Ob der lange Zeit enttäuschende Lesser in Antholz aber auch tatsächlich starten darf, ist angesichts der starken Konkurrenz im eigenen Lager fraglich. Ihm dürfte letztlich die Rolle des Ersatzmannes zukommen.

Insgesamt nominierte der Verband fünf Frauen um Verfolgungs-Weltmeisterin Denise Herrmann und Franziska Preuß sowie sechs Männer um Benedikt Doll und Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer für die WM. Bei den Frauen sind in Janina Hettich und Karolin Horchler ebenfalls zwei Athletinnen dabei, die die DSV-Vorgaben nicht umgesetzt haben. Um jedoch eine Staffel stellen zu können, musste der Verband die Kriterien aufweichen.

Schempp wie erwartet nicht dabei

Nicht berücksichtigt im deutschen Aufgebot wurde wie angekündigt der ehemalige Weltmeister Simon Schempp, der wegen Formschwäche auch nicht mehr im Weltcup startete. Zudem fehlt auch Franziska Hildebrand, die in diesem Winter ebenfalls nicht an frühere Leistungen anknüpfen konnte und zuletzt im IBU-Cup eingesetzt wurde.

Die besten Medaillenchancen bei den deutschen Männern hat Doll, der in dieser Saison bereits dreimal aufs Podium gelaufen war. Auch Einzel-Weltmeister Arnd Peiffer und Johannes Kühn weisen eine Top-3-Platzierung auf.

Herrmann bei den Frauen mit Medaillenchancen

Bei den DSV-Frauen hat derzeit nur Herrmann eine reelle Chance auf Edelmetall. Die 31-Jährige machte in Pokljuka mit dem Sieg im Einzel auf sich aufmerksam. Preuß hatte zuletzt wieder einmal mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Vanessa Hinz ist läuferisch von der Spitze (zu) weit entfernt.

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Dennoch. "Wir haben uns seit Dezember entwickelt. Das heißt nicht, dass alles gut ist, aber wir marschieren in die richtige Richtung", sagte zuletzt Bernd Eisenbichler, sportlicher Leiter der Biathleten.

Den Medaillenanspruch für Antholz wollte er deshalb auch nicht revidieren. "Ich habe ja nicht gesagt, dass wir dort acht Medaillen holen. Aber unser Anspruch ist es natürlich, Medaillen zu holen. Wir haben zwei Frauen und einige Männer, die dazu in der Lage sind."

Der deutsche Kader für die Biathlon-WM:

Frauen: Denise Herrmann (WSV Erzgebirge Oberwiesenthal), Janina Hettich (SC Schönwald), Vanessa Hinz (SC Schliersee), Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld), Franziska Preuß (SC Haag)

Männer: Benedikt Doll (SZ Breitnau), Philipp Horn (SV Eintracht Frankenhain), Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl), Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain), Philipp Nawrath (SK Nesselwang), Arnd Peiffer (WSV Clausthal-Zellerfeld)

(SID)

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