Bei der halbstündigen Autofahrt zur Hochebene Pokljuka bringen sich Denise Herrmann, Franziska Preuß und Co. mit der richtigen Playlist in WM-Stimmung. Mit Liedern wie "Steil und Geil" wollen die deutschen Biathletinnen "die guten Vibes" erfolgreicher Jahre heraufbeschwören und sich für die anstehende Medaillenjagd einstimmen, wie Herrmann erzählte.
Die gute Vorstellung beim Auftakt in Slowenien gab den deutschen Hoffnungsträgerinnen jedenfalls einen Extra-Schub für die Einzelrennen. "Das ist natürlich eine gute Basis", sagte Preuß vor dem Sprint über 7,5 km am Samstag (14:30 Uhr live im TV bei Eurosport) zufrieden.
Zwar reichte es mit dem Team in der Mixed-Staffel nur zu Platz sieben, doch in der Loipe präsentierten sich die deutschen Biathletinnen bereits in Medaillenform. Mit den besten Laufzeiten setzten Preuß und Herrmann ein Ausrufezeichen, das beliebte Biathleten-Motto "schnell laufen und gut schießen" erfüllten beide zumindest teilweise.
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Es sei immer gut, "wenn das Läuferische passt", sagte Preuß dem "SID", "dann fallen auch die Scheiben bald". Am Schießstand musste das deutsche Duo im Mixed-Rennen riskieren - und jeweils dreimal nachladen. "Ich hoffe, dass ich es bei den Einzelrennen besser hinbekomme", sagte Preuß. Und Herrmann ergänzte: "Dann geht richtig was."

Preuß hofft auf die siebte WM-Medaille

Preuß will bei den Titelkämpfen in Slowenien einfach "einen Tag erwischen, an dem ich rundum zufrieden bin". Dann sollte es für die 27-Jährige auch mit der siebten WM-Medaille ihrer Karriere klappen.
Etwas dagegen haben werden die Norwegerinnen um Tiril Eckhoff und Marte Olsbu Röiseland. Eckhoff gilt es als Siegerin der letzten drei Sprint-Weltcups zu schlagen, Titelverteidigerin Röiseland jagt ihr elftes WM-Gold und damit den Rekord von Magdalena Neuner (12).
Herrmann, Verfolgungs-Weltmeisterin von 2019, hofft nach einer enttäuschenden Saison derweil auf den erlösenden Befreiungsschlag. "Ich hoffe, dass ich jetzt aus meinem Strudel herauskomme und das zeige, was ich draufhabe", sagte sie.

Herrmann freut sich auf die Kälte: "Temperaturen sind genau mein Metier"

Trotz bester Laufzeit zum WM-Start habe sich die 32-Jährige "noch nicht bei 100 Prozent gefühlt", betonte Herrmann. Nun freut sich die ehemalige Langläuferin auf die Temperaturen im zweistelligen Minusbereich in der Hochebene Pokljuka. "Eine feste Piste und kalte Temperaturen sind genau mein Metier. Da fiebere ich sehr drauf hin", sagte Herrmann.
Neben dem Staffel-Duo werden für den Deutschen Skiverband (DSV) auch Janina Hettich und Vanessa Hinz, im Vorjahr überraschend Einzel-Vizeweltmeisterin, an den Start gehen. Hinz hatte die WM-Norm zwar knapp verpasst, sich mit guten Leistungen in der Staffel dennoch einen Platz im Aufgebot gesichert.
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(SID)

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