Biathlon-WM 2023: Denise Herrmann-Wick gewinnt Sprint-Gold in Oberhof über 7,5 Kilometer

Denise Herrmann-Wick hat im ersten Individualrennen der Biathlon-WM 2023 in Oberhof die Goldmedaille gewonnen. Die Deutsche setzte sich im Sprint über 7,5 Kilometer knapp vor der Schwedin Hanna Öberg (+2,2) durch. Dritte wurde Linn Persson (+26,2). Nach dem zweiten Schießen hatte Herrmann-Wick noch 9,4 Sekunden hinter Öberg gelegen, zündete in der Schlussrunde aber den Turbo.

Zehn Schuss, zehn Treffer: Herrmann-Wicks furioser Sprint zu Gold

Quelle: Eurosport

Die frühere Langläuferin hielt damit auch dem riesigen Druck stand.
Für Herrmann-Wick war es der zweite WM-Titel ihrer Karriere. 2019 wurde sie Weltmeisterin in der Verfolgung. 2022 gewann sie bei den Olympischen Spielen in Peking Gold im Einzel.
Insgesamt war es ihre siebte Medaille bei einer Weltmeisterschaft. Den letzten deutschen WM-Triumph im Sprint hatte Magdalena Neuner 2012 in Ruhpolding gefeiert.
"Ich hätte mir so einen Tag nie erträumen können, das ist pure Freude", sagte eine überglückliche Herrmann-Wick bei Eurosport: "Es war ein Herzschlag-Finale. Wenn du das Rote Trikot trägst, lastet auch immer ein bisschen Druck auf dir. Ich habe versucht, ruhig zu bleiben und das richtige Tempo auf der Strecke zu finden. Am Ende war es ein perfektes Rennen."
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Herrmann-Wick exklusiv: "Hätte mir so etwas nie erträumen können"

Quelle: Eurosport

Oberhof feiert Hermann-Wick: "Wahnsinnig beeindruckende Athletin"

Als die 34-Jährige unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Fans ihre ersehnte Gold-Mission erfüllt hatte, ließ sie sich erst einmal völlig entkräftet in den Schnee fallen. Die Arena am Rennsteig hatte sich da längst in ein Tollhaus verwandelt.
"Es geht nicht besser, das ist ein toller Tag für uns", schwärmte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling im "ZDF" und sprach von einer "wahnsinnig beeindruckenden Athletin".
Sie sei "total aufgeregt" gewesen, ergänzte Herrmann-Wick. Schon beim Einlaufen sei sie "kaum vom Puls runtergekommen. Dass ich dann so ein Rennen in den Schnee zaubern kann, kann man mit Worten kaum beschreiben." Zumal Herrmann-Wick dem riesigen Druck standhielt: "Es lief heute leicht von der Hand."
Hauchdünne 2,2 Sekunden lag die frühere Langläuferin vor der Schwedin Hanna Öberg (0). Deren Teamkollegin Linn Persson (0/+26,2) sicherte sich Bronze. Mit Sophia Schneider lief zudem eine zweite DSV-Starterin unter die Top Ten. Die 25-Jährige wurde starke Siebte (+57,6).
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Emotionale Flower Ceremony: Oberhof feiert Herrmann-Wicks WM-Titel

Quelle: Eurosport

Herrmann-Wick zündet den Turbo auf der Schlussrunde

Herrmann-Wick blieb schon beim ersten Schießen cool. Nach fehlerfreier Leistung lag sie auf Rang drei. Als sie auch beim Stehendanschlag alle Scheiben abräumte, war der Jubel riesengroß. Die deutschen Betreuer klatschten sich frenetisch ab, auch wenn Herrmann-Wick zu diesem Zeitpunkt noch 9,4 Sekunden hinter Öberg lag. Doch in der Schlussrunde zündete sie den Turbo. "Da hab ich noch mal alles reingelegt."
Der Deutschen gelang das hervorragend, was sie sich vor den Heimrennen immer gewünscht hatte: Die Unterstützung der Anhänger in Energie umwandeln. "Der Erwartungsdruck sollte kein limitierender Faktor sein. Ich hoffe, dass ich das genießen kann", meinte sie vor dem Start. Sie konnte genießen.
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Herrmann-Wick exklusiv: "Hätte mir so etwas nie erträumen können"

Quelle: Eurosport

Herrmann-Wick, die in diesem Winter schon zwei Weltcup-Rennen gewonnen hatte, hat sich damit auch eine glänzende Ausgangsposition für den Verfolger am Sonntag über 10 km geschaffen.
Am Samstag (14:30 Uhr auf Eurosport 1 und im Livestream bei discovery+) findet der Sprint der Männer statt. Am Sonntag sind die beiden Verfolgungsrennen geplant.
(mit SID)
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"Sensationell eingeteilt!" Herrmann-Wick stürmt zu Sprint-Gold

Quelle: Eurosport

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