Laura Dahlmeier mit Anekdote zum jungen Johannes Thingnes Bö: "Was ist das denn für ein verzogener Rotzlöffel?"
VonNiklas Bien
Publiziert 24/02/2025 um 15:09 GMT+1 Uhr
Johannes Thingnes Bö beendet zum Ende dieser Saison seine aktive Karriere als Biathlet - der Norweger tritt als Rekordweltmeister und fünffacher Olympiasieger ab. An Selbstvertrauen hat es dem kleinen Bruder vom zwölffachen Weltmeister Tarjei Bö dabei noch nie gemangelt. Das ging vor einigen Jahren so weit, dass Laura Dahlmeier die heutige Legende für einen "verzogenen Rotzlöffel" hielt.
Bö-Aufholjagd mit Schnellfeuereinlage beim letzten Schießen
Quelle: Eurosport
Dahlmeier begegnete dem heute 31-Jährigen vor einigen Jahren zusammen mit Franziska Preuß bei der europäischen Jugend-Olympiade.
"Er gewann damals und meinte, er werde besser als sein Bruder Tarjei, und der hatte in dem Jahr sogar schon den Gesamt-Weltcup gewonnen", erzählte Dahlmeier im Gespräch mit der "Abendzeitung".
Tarjei Bö war zu dem Zeitpunkt nicht nur Gesamtweltcupsieger, sondern hatte mit der Staffel in Vancouver bereits seine erste olympische Goldmedaille eingefahren.
Entsprechend verwundert war Dahlmeier damals: "Da dachte ich: 'Was ist das denn für ein verzogener Rotzlöffel?! Stellt sich da hin und sagt, er wird besser als sein Bruder, der gerade der Beste der Welt ist.' Aber: Er hatte recht", gab die siebenfache Weltmeisterin zu.
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Im Sommer werden beide Bö-Brüder ihre überaus erfolgreichen Biathlon-Laufbahnen beenden. Beim 31-jährigen Johannes Thingnes kam die Nachricht logischerweise noch überraschender als beim 36-jährigen Tarjei.
Dahlmeier, die ihre Karriere selbst mit nur 25 Jahren beendete, hat Respekt vor der Entscheidung des Biathlon-Dominators.
"Eine extrem starke, mutige Entscheidung. Wenn er das nicht mehr fühlt und es nur mehr eine Qual ist, ist es egal, ob das ein Jahr vor oder nach Olympia ist. Es ist sein Leben. Ein starker Schritt."
Bei seiner letzten WM in Lenzerheide war Titelsammler Johannes Thingnes Bö noch einmal fleißig: Gold im Sprint, der Verfolgung und der Staffel, dazu Silber in der Single-Mixed-Staffel und zum Abschluss Bronze im Massenstart.
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