Warnschuss vor Biathlon-WM: Nur Franziska Preuß und Selina Grotian überzeugen in Antholz - DSV-Herren mit Schießschwäche

Die deutschen Biathlon-Männer schwächeln am Schießstand, die Frauen trifft zur Unzeit eine Krankheitswelle - die DSV-Athleten nehmen einige Sorgen mit in die WM-Vorbereitung. Bei der WM-Generalprobe in Antholz überzeugten nur Franziska Preuß und Selina Grotian im DSV-Team. Vanessa Voigts Einsatz ist aufgrund eines Infekts weiterhin fraglich, Danilo Riethmüller und Philipp Nawrath sind fit.

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Die Männer mit gravierenden Schießschwächen, nur vier Frauen mit erfüllter Norm - und dazu eine kleine Krankheitswelle zur Unzeit: Die deutschen Biathleten starten mit einigen Sorgen in die unmittelbare Vorbereitung für die Weltmeisterschaft.
Bei der Generalprobe für den Jahreshöhepunkt schürten einzig Franziska Preuß und Youngster Selina Grotian echte Medaillenhoffnungen, erreichten aber dann ihr Belastungslimit. Zeitweise mussten bei den Weltcuprennen von Antholz gleich sechs Stützen des potenziellen WM-Aufgebots passen.
"Ein paar waren krank, bei anderen war es ein bisschen mehr Vorsicht. Die sind auf der Kante, und da müssen wir wirklich vorsichtig sein, weil es nicht mehr lang ist bis zur WM", sagte Teamarzt Dr. Jan Wüstenfeld im "ZDF".
Für die am 12. Februar startenden Titelkämpfe in Lenzerheide werden aber "die allermeisten fit und bereit sein". Vor allem bezüglich der Starts von Preuß und Grotian sowie den zwischenzeitlich fehlenden Männern Danilo Riethmüller und Philipp Nawrath sehe er "keine Probleme".
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Voigts Infekt bereitet DSV Sorgen

Die größten Sorgen bereitet Vanessa Voigt. "Da könnte es ein bisschen eng werden. Da müssen wir mal schauen, wie es sich entwickelt", führte Wüstenfeld aus.
Die Thüringerin plagen seit dem Weltcup von Annecy-Le Grand Bornand kurz vor Weihnachten gesundheitliche Probleme, die Comeback-Versuche in Oberhof und Ruhpolding scheiterten mit den Plätzen 68 und 70 krachend. "Der Infekt war hartnäckiger, als wir gedacht haben", sagte Sportdirektor Felix Bitterling.
Er werde sich zu Wochenbeginn mit Voigt, Ärztestab sowie Trainerteam zusammentelefonieren, um zu einer Entscheidung bezüglich eines WM-Starts zu kommen. Klar ist, dass Voigt enorm fehlen würde.
Vor Weihnachten hatte es die 27-Jährige zweimal aufs Podest geschafft, war zudem Teil der Siegerstaffel von Hochfilzen. Voigt ist eine von nur vier deutschen Frauen mit WM-Norm, Ersatzkandidatinnen wie Sophia Schneider oder Julia Kink schafften es noch nicht unter die besten 20. Die Staffel wäre ohne fitte Voigt erheblich geschwächt.
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Schwache Schießform bei den Herren

Schwächen offenbarten die in Südtirol nur jenseits der Top Ten gelandeten deutschen Männer zuletzt deutlich zu oft - die Schießform passt derzeit gar nicht.
"Wir haben ein, zwei Ideen, um an diesem Thema zu arbeiten in der Vorbereitung", kündigte Bitterling an: "Es ist kein glücklicher Stretch, der da grad zusammenkommt in den letzten Wochen." Aber das Team dürfe sich "nicht beirren" lassen. Nach zwei Tagen Erholung in der Heimat geht es zum finalen Vorbereitungslehrgang erneut in die Höhe von Antholz.
"Weitermachen, weiter trainieren und weiter probieren", gab der Sportdirektor als Marschroute aus. Dann sei er "sicher, dass auch wieder andere Tage kommen" und man die Männer bei der WM "in einer anderen Verfassung" sehen werde.
(SID)
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