Sverre Olsbu Röiseland, der Ehemann der amtierenden Gesamtweltcupsiegerin, tritt am 1. Mai diesen Jahres die Nachfolge von Florian Steirer als Disziplintrainer im deutschen Frauenteam an.
"Aufgrund der Tatsache, dass Marte Olsbu Röiseland in Norwegen sehr viel alleine und nicht mit dem Team trainiert, könnte nun mit ihrem Ehemann als Trainer in Deutschland die Konstellation entstehen, dass sie vielleicht ab und an bei den deutschen Damen mittrainiert. Ich könnte mir vorstellen, dass das eine sehr gute Konstellation und ein riesiger Mehreffekt wäre, wenn die aktuell beste Biathletin der Welt bei den Trainingslagern des deutschen Teams mit aufschlägt", prognostizierte Rösch.
Jenes Szenario könnte laut des Staffel-Olympiasiegers von 2006 erhebliche Auswirkungen auf die Zukunft von Denise Herrmann haben.
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"Für Denise Herrmann könnte dies ein Motivationsschub sein, um zu sagen: 'Okay, das schaue ich mir an und vielleicht kann ich nochmal etwas lernen.' Sie ist ja auch sehr wissbegierig und lernwillig und könnte dadurch ihren Horizont erweitern und einen ganz neuen Weg einschlagen", vermutete der Eurosport-Experte und betonte: "Ich glaube, dass das ein Grund wäre, um nochmal weiterzumachen."

Olsbu Röiseland und Herrmann bald Trainingspartnerinnen?

Auch wenn ein etwaiger Schritt von Olsbu Röiseland auf den Blick etwas abwegig erscheint, wäre es bei Weitem kein neues Phänomen, dass sich ein/e Athlet/in zu Trainingszwecken einer anderen Nation anschließt.
"Ich habe während meiner aktiven Karriere zwei, drei Jahre bei der Schweiz mittrainiert, wo ich eigentlich auch ein Konkurrent war. Allerdings sind wir damals so gut als Team zusammengeschmolzen. Man sieht ganz oft, dass sich Sportler bei anderen Nationen eingliedern und mittrainieren. In diesem Fall steht nicht der Konkurrenzkampf, sondern der Mehreffekt für alle im Vordergrund. Wenn man die/den beste/n Athlet/in neben sich hat, ist das ein Gewinn für beide", konstatierte Rösch.

Denise Herrmann (l./Deutschland) und Marte Olsbu Röiseland (Norwegen)

Fotocredit: Imago

Rösch: Wechsel von Olsbu Röiseland ins DSV-Trainingslager hätte nur Vorteile

Nach Ansicht des viermaligen Weltcupsiegers würde nicht nur der DSV, sondern auch Marte Olsbu Röiseland selbst von einem Wechsel in das Trainingslager der deutschen Damen profitieren.
"Marte Olsbu Röiseland wäre beispielsweise so mit ihrem Mann zusammen und könnte mit dem deutschen Team, wo alles perfekt organisiert ist, mittrainieren. Das wäre für alle Beteiligte ein Mehreffekt. Selbstverständlich sind die Sportler/innen im Weltcup Konkurrenten/innen, aber alle Athleten möchten auch besser werden und das gelingt nur, wenn man sich mit den Besten misst", bekräftigte der 38-Jährige und fügte abschließend an:
"Ich glaube deshalb, dass die Konstellation Denise Herrmann und Marte Olsbu Röiseland als Trainingspartnerinnen gut funktionieren würde."
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