Franziska Preuß - Reha statt World Team Challenge in Ruhpolding: "Eine ganz blöde Situation"

Reha statt Ruhpolding: Franziska Preuß macht nach ihrer Fußverletzung kleine Fortschritte - doch bis zum großen Ziel Olympia wird es ein Wettlauf gegen die Zeit. Auch bei der World Team Challenge in Ruhpolding kann die 27-Jährige nur von zu Hause zuschauen. In knapp sechs Wochen stehen die Winterspiele in Peking vor der Tür, als großes Highlight möchte Preuß diese keinesfalls verpassen.

Franziska Preuß muss noch auf ihr Comeback warten

Fotocredit: Getty Images

Den klobigen grauen Entlastungs-Schuh hat Franziska Preuß nach zehn Tagen immerhin schon abgelegt. Es gehe nun "mit kleinen wichtigen Schritten weiter", schrieb die 27-Jährige in den sozialen Medien zu einem Bild, das sie bei Kräftigungsübungen im Fitnessraum zeigt.
Mehr ist im Moment für Deutschlands Top-Biathletin nach ihrem folgenschweren Treppensturz in Annecy-Le Grand Bornand nicht möglich. Anstatt am Dienstag (ab 18:15 Uhr live bei Eurosport) wie geplant an der Seite von Benedikt Doll bei der traditionellen World Team Challenge in Ruhpolding an den Start zu gehen, quält sich Preuß durch die Reha. Wann sie ihren lädierten linken Fuß wieder voll belasten darf, ist offen.
Für Preuß ist es knapp sechs Wochen vor Olympia (4. bis 20. Februar) in Peking eine Wettkampfpause zur Unzeit, bis zu den Winterspielen wird es ein Wettlauf gegen die Zeit.
Während die Konkurrenz derzeit im Training fleißig Kilometer um Kilometer abspult, ist die Hoffnungsträgerin des Deutschen Skiverbandes (DSV) weitgehend zur Tatenlosigkeit gezwungen. Es sei "jetzt erst einmal Oberkörpertraining angesagt", sagte Preuß.

Preuß: Start in Oberhof scheint ausgeschlossen

Wettkämpfe vor Mitte Januar sind voraussichtlich nicht möglich, eine Teilnahme beim Heimweltcup in Oberhof ab 6. Januar scheint ausgeschlossen. Auch für die Rennen vor der eigenen Haustür in Ruhpolding vom 12. bis 16. Januar dürfte es eng werden.
Danach bliebe vor der Abreise nach China nur noch der Weltcup in Antholz. Für Preuß sei das "eine ganz blöde Situation", hatte "ZDF"-Expertin Laura Dahlmeier zuletzt schon gesagt. Eine Pause zu diesem Zeitpunkt fühle "sich sicher sehr lange an".
Preuß kennt diese Unwägbarkeiten. Immer wieder war sie wegen ihrer Infektanfälligkeit zurückgeworfen worden. Im vergangenen Winter war sie erstmals konstant durchgekommen. Dies sei "schön" gewesen, sagte sie deshalb vor dem Saisonstart dem "SID": "Man kann sich viel Energie sparen, wenn man sich nicht jedes Mal wieder mental aufbauen muss."

Preuß peilt Olympia-Medaille an

Das muss Preuß nun aber erneut, um sich ihren großen Traum zu erfüllen. Bei den Höhepunkten habe sie "zuletzt das Podium immer knapp verfehlt", sagte sie: "Deswegen ist es natürlich mein Ziel, beim Höhepunkt den Schritt aufs Podium zu schaffen. Das ist auch mein Ansporn, meine Motivation."
Wie dringend das deutsche Team Preuß braucht, zeigte sich zuletzt beim Weltcup in Frankreich. Spitzenplatzierungen ohne die Frontfrau? Fehlanzeige! Preuß selbst hatte zuvor mit drei Top-Acht-Ergebnissen in den ersten vier Rennen für viel Hoffnung gesorgt - bis zu ihrem unglücklichen Ausrutscher im Hotel.
(SID)
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Öberg setzt Siegeszug in Frankreich auch im Massenstart fort

Quelle: Eurosport

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