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Holmenkollen: Johannes Thingnes Bö erklärt seine Schweige-Geste – inspiriert von Ex-BVB-Spieler Alexander Isak
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Publiziert 21/03/2023 um 12:29 GMT+1 Uhr
Johannes Thingnes Bö nahm am Samstag bei der Holmenkollen-Verfolgung vor seinem letzten Schuss seinen ausgestreckten Zeigefinger vor den Mund - und traf. Die Reaktionen auf diese provokante Schweige-Geste des 29-jährigen Superstars gingen weit auseinander. Der frühere schwedische Biathlet Bjön Ferry fand die Geste "übermütig", wie er dem schwedischen öffentlich-rechtlichen Sender "SVT" sagte.
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Der schwedische Biathlet Jesper Nelin stimmte Ferry nicht zu: "Er ist so gut, dass er spielen kann." Ebenfalls unterstützend äußerte sich Bös Bruder Tarjei: "Er ist ein einzigartiger Athlet."
Eurosport-Experte Michael Rösch sagte im Interview: "Ich hatte das Gefühl, dass er die Leute damit einfach unterhalten und mit dem Publikum spielen wollte. Mir persönlich kam das auch nicht arrogant vor."
Johannes Thingnes Bö selbst erklärte nun seine Geste bei der letzten Verfolgung der Saison im Gespräch mit dem norwegischen "Dagbladet".
Am Abend zuvor hatte sich der fünfmalige Olympiasieger das Spiel seines Lieblings-Fußball-Klubs Newcastle United angeschaut. Diese gewannen in letzter Minute mit 2:1 bei Nottingham Forest, dank eines Elfmeters des früheren schwedischen BVB-Stürmers Alexander Isak (spielte 2017 bis 2019 für Borussia Dortmund).
Isak inspiriert Bö
Der 23-jährige Schwede jubelte nach seinem Siegtreffer mit einem Zeigefinger vor den Mund.
"Es war das Letzte, was ich gesehen habe, bevor ich gestern Abend mein Handy weggelegt habe. Ich habe nicht darüber nachgedacht, aber natürlich war die Szene in meinem Kopf", sagte Bö der norwegischen Zeitung.
Am Morgen des Verfolgungsrennens habe er sich noch im Bett überlegt, bei einer Führung und vier getroffenen Schüssen etwas Außergewöhnliches tun zu wollen - wenngleich ihm die enorme "Fallhöhe" bewusst war.
Bö jubelte bereits wie Haaland
Eben dieses Szenario trat wenige Stunden später ein und der 29-Jährige versenkte auch seinen letzten Versuch.
Nach 12,5 Kilometern und 32:34,0 Minuten stand sein 18. Einzel-Erfolg in diesem Winter fest. Am Sonntag folgte im Massenstart noch Nummer 19. Bereits vor beiden Rennen waren ihm die kleine Kristallkugel in der Verfolgung und der Gesamtweltcup nicht mehr zu nehmen.
Dass Bö seinen Fußball-Helden beim Jubeln nacheifert, ist nichts Neues: Mitte Februar bei der Verfolgung in Oberhof jubelte er wie sein Landsmann Erling Haaland, ebenfalls Ex-BVB-Stürmer und nun in England bei Manchester City aktiv. Bö kniete damals ab und zeigte in Richtung der Fans.
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