Justine Braisaz-Bouchet kritisiert Frankreichs Skiverband nach Skandal um Julia Simon: "Nicht respektiert gefühlt"
Update 14/06/2026 um 12:59 GMT+2 Uhr
Nach der Kreditkartenaffäre rund um ihre Teamkollegin Julia Simon hat Justine Braisaz-Bouchet den französischen Biathlonverband scharf kritisiert. Sie habe sich vom Verband nicht genug unterstützt gefühlt, so Braisaz-Bouchet gegenüber der französischen Sportzeitung "L’Équipe". Das habe sich auch nicht geändert, nachdem Simon geständig war und vor Gericht schuldig gesprochen wurde.
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Quelle: Eurosport
"Ich habe drei Jahre nichts gesagt. Ich habe mir immer wieder eingeredet, dass die Wahrheit rauskommen würde. Aber als die Justiz ihr Urteil gesprochen hat, habe ich erkannt, dass sich nichts geändert hat", so Braisaz-Bouchet.
"Ich habe mich absolut nicht respektiert gefühlt. Wir fokussieren uns immer auf die Beschuldigten, aber nie wird über die Opfer gesprochen. Die Gesellschaft sollte anders funktionieren", ergänzte die 29-Jährige.
Simon hatte mit der Kreditkarte ihrer Teamkollegin Einkäufe in Höhe von über 2000 Euro getätigt. Der französische Verband hatte sie daraufhin mit einer sechsmonatigen Sperre belegt, von der fünf zur Bewährung ausgesetzt wurden. Mit der Reaktion von Verbandsseite sei sie nicht zufrieden gewesen, sagte Braisaz-Bouchet. "Normalerweise gibt es keine Handlungen ohne Konsequenzen. Man kann sich nicht rücksichtslos verhalten", erklärte die Französin.
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Braisaz-Bouchet trainiert nicht mehr im Team
Braisaz-Bouchet hatte am Freitag verkündet, sich nicht mehr mit dem französischen Team auf die kommende Saison vorzubereiten. Das habe nicht direkt etwas mit der Kreditkartenaffäre zu tun. Mit den Trainern und mehreren Teamkolleginnen verstehe sie sich weiterhin gut.
Sie habe schon seit Jahren zweigleisig trainiert, einerseits mit dem Verband und andererseits unter ihrem Ehemann Julien Bouchet. Dabei sei sie an ihre Grenzen gestoßen und habe sich entschlossen, in Zukunft nur noch mit ihm zu trainieren, sagte sie der "L’Équipe".
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Simon lobt Braisaz-Bouchet: "Sie war sehr stark auf den Ski"
Quelle: Eurosport
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