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Erster und letzter Weltcup-Sieg in Kontiolahti: Fourcade krönt seinen Abschied

Erster und letzter Weltcup-Sieg in Kontiolahti: Fourcade krönt seinen Abschied
Von Eurosport

14/03/2020 um 14:18Aktualisiert 14/03/2020 um 17:38

Martin Fourcade hat sich bei dem letzten Rennen seiner Karriere den Sieg geholt. Der Franzose gewann die Verfolgung in Kontiolahti vor seinen Landsmännern Quentin Fillon Maillet und Emilien Jacquelin. Dauerrivale Johannes Thingnes Bö landete auf dem vierten Rang und sicherte sich damit den Sieg im Gesamtweltcup. Bester Deutscher wurde Arnd Peiffer auf einem starken fünften Rang.

"Es ist sehr emotional, ich bin den Tränen sehr nahe. Ich hoffe, dass mich alle als einen guten Menschen in Erinnerung behalten werden. Ich möchte mich bei den Fans in Deutschland bedanken, es war ein Vergnügen, mit euch diesen Weg zu gehen", sagte Fourcade in der "ARD".

Am Freitag nach seinem zweiten Platz im Sprintrennen hatte Martin Fourcade sein Karriereende bekannt gegeben. Das Rennen von Sonntag wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt, wodurch die Verfolgung am Samstag das letzte Rennen der Saison wurde.

Der Erfolg in der Verfolgung war sein 79. Weltcupsieg in seiner Karriere. Auch seinen ersten Weltcup-Sieg hatte der Franzose in Kontiolahti geholt: auf den Tag genau vor zehn Jahren gewann er die Verfolgung zum ersten Mal. Bei schwierigen Windverhältnissen führte er an einem französischen Feiertag auch noch einen Dreifachsieg an. Auf dem Podium sprang er mit einem breiten Grinsen in die Luft, von seinen Kollegen wurde er ausgiebig geherzt und vor Freude in die Höhe geworfen - inklusive Bruchlandung. "Das war eine schlechte Idee. Dass sie mich nicht fangen können, war ja klar", sagte Fourcade mit einem Augenzwinkern.

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Bö gewinnt den Gesamtweltcup

Insgesamt leistete sich Fourcade insgesamt nur drei Schießfehler, blieb im Liegenschießen sogar fehlerfrei. Sprint-Sieger Bö (4) hatte einen Rückstand von 8,3 Sekunden und entschied die Gesamtwertung mit einem Vorsprung von nur zwei Punkten vor Fourcade für sich. "Es war eine Hassliebe zwischen uns. Deshalb schauen die Leute Biathlon. Für die Franzosen war er wie Ole Einar Björndalen für uns", erklärte Bö im Anschluss in der "ARD".

Benedikt Doll (Breitnau), der im Sprint noch Sechster geworden war, musste sich nach sechs Strafrunden mit Rang 19 begnügen. Johannes Kühn (Reit im Winkl/7) wurde 28., Simon Schempp (Uhingen/4) belegte Platz 43, Philipp Horn (Frankenhain/6) wurde 45.

(mit SID)

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