Weltcup in Kontiolahti - Michael Rösch exklusiv: Sverre Olsbu Röiseland Glücksgriff für Deutschland
Die deutsche Biathlon-Nationalmannschaft hat mit der Verpflichtung von Sverre Olsbu Röiseland ein Zeichen gesetzt. Der Ehemann von Gesamtweltcupsiegerin Marte Olsbu Röiseland fungiert in diesem Winter als Co-Trainer der deutschen Frauen - und hat bereits Spuren hinterlassen. "Die deutschen Biathletinnen sind alle begeistert von Sverre und seiner Arbeit", lobt Michael Rösch bei Eurosport.
"Hartes Stück Arbeit": Herrmann-Wick führt Staffel zu Platz zwei
Quelle: Eurosport
Es war eine ganz bewusste Wahl. Mit Sverre Olsbu Röiseland aus Norwegen will der Deutsche Skiverband (DSV) der Nationalmannschaft neue Impulse geben. Der 32-Jährige ist ab sofort an der Seite von Cheftrainer Kristian Mehringer für die deutschen Frauen verantwortlich.
Ein cleverer Schachzug - und schon jetzt ein Erfolg, wie 2006-Olympiasieger Michael Rösch exklusiv bei Eurosport.de erläutert. "Sverre ist eine absolute Bereicherung für die Mannschaft. Ich kenne ihn gut und weiß, dass er ein absoluter Fachmann ist", unterstreicht der 39-Jährige.
Die Tatsache, dass Röiseland, der zuvor das norwegische B-Team der Frauen betreute, mit den Athletinnen auf Englisch kommuniziert, sieht Rösch sogar als Vorteil.
"Die Biathletinnen müssen das für sich immer übersetzen und beschäftigen sich dadurch gleich zweimal mit den Inhalten. Das hilft", sagt der Eurosport-Experte. Tatsächlich starteten die DSV-Skijägerinnen gut in die Saison.
Rösch: War höchste Zeit für skandinavischen Coach
Vanessa Voigt schrammte als Vierte beim Einzelwettkampf in Kontiolahti nur knapp am Podium vorbei, Denise Herrmann-Wick landete nur zwei Plätze dahinter. Ebenfalls stark: Der Auftritt von Sophia Schneider, die im erst fünften Weltcup-Rennen ihrer Laufbahn einen hervorragenden elften Rang belegte.
Highlight der noch extrem jungen Saison war aber der Staffel-Auftritt. In der Besetzung mit Anna Weidel, Schneider, Voigt und Olympiasiegerin Herrmann-Wick holten das DSV-Quartett Platz zwei hinter Schweden.
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Quelle: Eurosport
Rösch ist sicher, dass die Handschrift des neuen Co-Trainers bereits zu lesen ist. "Ich finde es super, dass wir endlich einen skandinavischen Coach an Bord haben, der die spezielle Philosophie, die Trainingsmethodik und den Input bringt, der Norwegen auszeichnet."
Dazu gehöre etwa, dass die Aktiven mehr Eigenverantwortung bekommen, nicht immer von einem Coach angeleitet werden und mehr mit individuellen Trainingsplänen arbeiten. "Diesen Mix aus deutschen und norwegischen Einflüssen, der im Team entstanden ist, finde ich total spannend", so Rösch.
Neuer Schwung mit Röiseland und Velepec
Röiseland bringe der deutschen Mannschaft "einen absoluten Mehrwert". Das gelte auch für Uros Velepec, der seit dieser Saison im Trainerteam der Männer dabei ist. Der Slowene übernahm - wie Röiseland bei den Frauen - das Amt des Co-Trainers und arbeitet in dieser Rolle mit Chefcoach Mark Kirchner zusammen.
"Mit Uros und Sverre haben wir uns bewusst für zwei internationale Trainer entschieden", erklärte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling die beiden Personalien. Man erhoffe sich "viele frische Ideen", die "nicht nur in den Weltcup-Teams, sondern auch im gesamten System neue Impulse" setzen sollen.
Nimmt man die ersten Ergebnisse aus Kontiolathi als Maßstab, darf Biathlon-Deutschland sich mächtig auf diesen Winter freuen.
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