Staffel in Kontiolahti: Drama um Französin Julia Simon bei Schweden-Sieg - DSV-Damen in Finnland weit zurück

Sorgen um Julia Simon nach der Frauenstaffel beim Weltcup in Kontiolahti: Die französische Schlussläuferin verletzte sich auf der Schlussrunde augenscheinlich am Bein und schleppte sich mit letzter Kraft als Zweite ins Ziel. Es siegte das schwedische Quartett. Rang drei ging an Norwegen. Das junge deutsche Quartett zahlte Lehrgeld und war zum Saisonauftakt abgeschlagen Siebter.

Schweden triumphiert in Staffel - Simon angeschlagen

Quelle: Eurosport

Die deutschen Biathletinnen haben ohne die gesundheitlich angeschlagene Franziska Preuß eine Überraschung verpasst und eine vordere Platzierung verfehlt. Das junge Team mit Johanna Puff, Julia Tannheimer, Julia Kink und Preuß-Ersatz Vanessa Voigt belegte beim Sieg von Schweden (1 Strafrunde+6 Nachlader) am Sonntag im finnischen Kontiolahti mit einer Strafrunde und elf Nachladern den siebten Platz.
Mehrere Stunden vor dem Start hatte der nächste gesundheitliche Rückschlag für Preuß das Aufgebot durcheinandergewirbelt. "Bei Franzi kam es in der Nacht zu leichten Infektzeichen, auf die leider reagiert werden muss, um eine weitere Zunahme der Beschwerden möglichst zu verhindern", teilte Mannschaftsarzt Jan Wüstenfeld mit.
So musste Voigt, die eigentlich nach ihrem dritten Platz in der Single-Mixed-Staffel mit Justus Strelow geschont werden sollte, als Schlussläuferin ran.
Doch zunächst ging Puff für Deutschland in die Loipe. Am Schießstand leistete sie sich nur einen Nachlader, auf der Strecke konnte sie das Tempo aber nicht mitgehen. "Heute war es ziemlich hart", sagte die 22-Jährige am "ZDF"-Mikrofon.

Vanessa Voigt muss in die Strafrunde

Tannheimer startete mit einer Hypothek von 41 Sekunden ins Rennen - ein Rückstand, der nach vier weiteren Fehlversuchen auf mehr als eine Minute anwuchs.
Weil dann auch Kink drei Nachlader benötigte, lag Deutschland beim dritten Wechsel auf Voigt auf Rang acht und schon fast zwei Minuten zurück. Die Thüringerin musste dann sogar noch eine Strafrunde laufen.

Julia Simon rettet Platz zwei vor Norwegen

An der Spitze spielten sich derweil dramatische Szenen ab: Die Französin Julia Simon kam mit großem Vorsprung als Führende zum letzten Schießen. Dort reichten ihr allerdings auch drei Nachlader nicht, um alle Scheiben abzuräumen, sodass sie einmal in die Strafrunde musste.
Die schwedische Schlussläuferin Elvira Öberg nutzte den Patzer und schloss mit einem fehlerfreien Schießen zu Simon auf und übernahm gar hauchdünn vor der Französin die Führung, sodass beide als Duo auf die Schlussrunde gingen.
Dort blieben beide bis zum letzten langen Anstieg zusammen, ehe es für Simon noch dramatischer wurde: Während Öberg am Anstieg als Erste durch die letzte Zwischenzeit stapfte, blieb die sechsmalige Weltmeisterin plötzlich stehen und fasste sich an ihr linkes Bein.
picture

"Was war das?" Drama um Simon im Kampf um den Staffel-Sieg

Quelle: Eurosport

Von da an ging bei der 28-Jährigen gar nichts mehr. Während vorne Öberg den Schwedinnen den Sieg sicherte, kämpfte sich Simon mit schmerzverzerrtem Gesicht Richtung Ziel. Auf der Zielgerade hielt sie sich erneut ihr Bein. Nur mit Mühe rettete sie den zweiten Platz vor der heranstürmenden Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold ins Ziel.
In Kontiolahti geht es am Dienstag (16:20 Uhr live im TV bei Eurosport und auf discovery+) weiter. Beim verkürzten Einzel der Männer wird vor allem die viel kritisierte neue Startregelung im Fokus stehen. Während diese auf dem Papier Spannung bis zum Ende verspricht, die besten Athleten gehen nun erst deutlich später in die Loipe, fürchten eben diese Stars Nachteile bei den Streckenbedingungen.
(SID)

Der Weltcup-Auftakt im Biathlon in Kontiolahti live in HD-Qualität bei discovery+ | Hol dir ein Abo ab 3,99 Euro und erlebe den Weltcup-Auftakt vom 30.11. bis 8.12. mit Kommentator-Legende Sigi Heinrich und unserem Experten Michael Rösch in voller Länge live und auf Abruf. Direkt zu unserer Streaming-Plattform discovery+.
picture

Duell beim letzten Schießen: Bö kocht Samuelsson ab

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung