Kreditkarten-Skandal um Julia Simon: Beschuldigte Top-Biathletin wurde angeblich von Polizei befragt

Im Kreditkartenskandal um Julia Simon gibt es offenbar eine neue Entwicklung. Wie die französische Tageszeitung "Le Dauphiné Libéré" berichtet, wurde die Gesamtweltcupsiegerin am Dienstag von der Polizei in Albertville in Gewahrsam genommen und zu den Beschuldigungen ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet befragt. Wenig später wurde Simon laut dem Bericht wieder freigelassen.

Julia Simon

Fotocredit: Getty Images

Seine Mandantin sei "weder angeklagt noch an das Gericht verwiesen worden", sagte Simons Anwalt Christian Borel der Nachrichtenagentur "AFP". Die Ermittlungen würden aber fortgesetzt.
Die 27-Jährige war im vergangenen Jahr von ihrer Teamkollegin wegen Kreditkartenbetrugs angezeigt worden. In diesem Sommer wurden die Vorwürfe schließlich bekannt. Braisaz-Bouchet wirft Simon vor, mit ihrer Kreditkarte Bestellungen aufgegeben zu haben. Es handelte sich offenbar um Hightech-Produkte der Marke Go Pro. Diese wurden laut Berichten auch an das Haus der beschuldigten Sportlerin geliefert.
Zunächst schwieg Simon zu den Vorwürfen. Mittlerweile wehrte sich die Französin aber und erklärte unter anderem, dass sich jemand anderes als sie ausgegeben habe. Simon stellte daher Anzeige gegen Unbekannt wegen Identitätsdiebstahls.
Der Anwalt der 27-Jährigen, Christian Borel, erklärte gegenüber der französischen Zeitung, seine Mandantin habe während der Befragung auch auf diese Version bestanden. "Meine Mandantin bestreitet, das Material bestellt und erhalten zu haben", erklärte nun auch Anwalt Borel: "Wenn es nicht um Hochleistungssportlerinnen gehen würde, wäre der Fall zu den Akten gelegt worden."

Julia Simon hofft auf normale Weltcupsaison

Der französische Verband wollte sich zu der neuen Entwicklung nicht äußern. Simon trainierte nach Bekanntwerden des Skandals lange nicht mit der französischen Nationalmannschaft. Erst vor wenigen Wochen kehrte die Verfolgungsweltmeisterin von Oberhof in den Kreis ihrer Teamkolleginnen zurück.
Bei ihrem Comeback hatte die Top-Biathletin dann auch einen Wunsch: "Wir sind hier, um Biathletinnen zu sein, wir sind Profis. Ich hoffe, dass wir das alle sind und dass wir nach den Gipfeln greifen und unser Bestes geben, sowohl im Einzel als auch in der Staffel." Auch Braisaz-Bouchet kündigte an, sich auf ihre "sportliche Karriere konzentrieren" zu wollen.
Die Geschichte scheint aber noch lange nicht ausgestanden zu sein.
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(mit SID)
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Quelle: Eurosport

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