Biathlon-Experte Michael Rösch erklärt seinen mutigen Schritt mit Depressionen-Geständnis: "Wie eine Therapie"
Publiziert 03/04/2026 um 08:20 GMT+2 Uhr
Vor wenigen Wochen ging Ex-Biathlet Michael Rösch mit einem Geständnis an die Öffentlichkeit: Der Olympiasieger von 2006 litt jahrelang an Depressionen. Diese begleiteten ihn bereits während seiner Karriere, 2019 begann er nach seinem sportlichen Rücktritt eine Therapie. Dies öffentlich zu machen, sei für ihn ebenfalls "wie eine Therapie" gewesen, erklärte Rösch nun exklusiv gegenüber Eurosport.
"Hat alles gepasst": Fischer und Rösch erinnern sich an Olympiasieg
Quelle: Eurosport
"Das Schwierige war eigentlich die Vorarbeit. Wir haben viele Stunden investiert, bevor ich damit herauskam. Das war schon krass", sagte der 42-Jährige. Die Reaktionen seien aber "durchweg positiv" gewesen.
"Ich war erschrocken, wie viele Leute mir geschrieben haben, mit denen ich vorher nie Kontakt hatte, die von ähnlichen Erlebnissen berichtet haben. Viele haben sich bedankt, den Mut gefunden zu haben, sich Hilfe zu holen", so Rösch: "Das war für mich aber auch schwierig. Ich bin kein Therapeut, aber man hat das Bedürfnis zu antworten, wenn einem jemand schreibt."
Viele Bekannte hätten sich im Anschluss "bedankt, es war rundum positiv. Also jetzt, sechs Wochen später, fühle ich mich sehr gut damit."
In seinem Podcast "Nacksch – vom Olympiasieg in die Depression" hatte der Eurosport-Experte über den Anfang der Depressionen sowie die Auswirkungen auf sein Leben gesprochen. Er sei froh, das Thema präsenter gemacht zu haben.
Rösch warnt vor psychischem Druck im Leistungssport
"Man hört davon, man weiß es, aber es gerät eben auch schnell wieder unter den Teppich. Gerade im Leistungssport ist es auch ein Thema, man hat bei Vanessa Voigt oder Franziska Preuß gesehen, was für Kommentare teilweise kommen", so der 42-Jährige.
Eine Gefahr von Social Media sei, "wie schnell es auch in die andere Richtung gehen und psychischen Druck auslösen kann".
Er habe anderen Personen, die unter ähnlichen Problemen leiden, einfach zeigen wollen: "Du bist nicht allein. Wenn man etwas hat, sollte man sich Hilfe holen", forderte Rösch abschließend auf.
Das könnte Dich auch interessieren: Rösch exklusiv zur DSV-Trainersuche: Er "würde Sinn ergeben"
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/03/26/image-1031de27-3e25-4927-927f-f911e4d3ba7f-85-2560-1440.jpeg)
Fourcades verrücktestes Rennen: Verfolgung durchs Eurosport-Büro
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung