Michael Rösch exklusiv zur Trainersuche des DSV für die deutschen Biathletinnen: Dieser Kandidat "würde Sinn ergeben"
VonNiklas Bien
Publiziert 01/04/2026 um 16:58 GMT+2 Uhr
Die deutschen Biathletinnen werden in die neue Saison mit einem anderen Chefcoach starten. Wer aber als Bundestrainer übernehmen wird, gilt es nun zu klären. "Für die Sportlerinnen wäre es natürlich gut, irgendwann mal Gewissheit zu haben", sagt Experte Michael Rösch im Gespräch mit Eurosport.de. Der 42-Jährige hat mehrere Kandidaten für den DSV im Kopf und ist offen für verschidene Ansätze.
20 Jahre nach Turin-Gold: Greis und Rösch zu Gast bei CiaOlympia
Quelle: Eurosport
"Der Markt ist voll, es ist ja oft so nach einem Olympia-Zyklus, dass sich das Trainer-Karussell dreht", sagt Rösch im Eurosport-Interview.
Spätestens im Mai beginne der Zeitraum, in der "man als Sportler schon mal wissen will, was Phase ist", so der Staffel-Olympiasieger von 2006.
Seit der Trennung von Kristian Mehringer und Sverre Olsbu Röiseland gibt es bei den DSV-Biathletinnen diese Ungewissheit. Aus Sicht von Rösch kommen für die freien Positionen einige Kandidaten infrage.
"Ich hatte schon einmal Andreas Birnbacher, der aktuell den B-Kader betreut, ins Spiel gebracht und könnte mir auch eine Konstellation mit Armin Auchentaller vorstellen, der auch mit dem neuen Sportdirektor Bernd Eisenbichler schon bei den USA zusammengearbeitet hat. Auch Sandra Flunger, die zuletzt bei der Schweiz war", nennt der 42-Jährige.
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Andreas Birnbacher ist für Michael Rösch ein möglicher Kandidat für den Job als Bundestrainer
Fotocredit: Imago
Input aus dem Ausland im Trend
Gerade die Option Birnbacher würde "Sinn ergeben, weil er schon mit vielen jüngeren Athletinnen gearbeitet hat", erklärt Rösch, fügt allerdings an: "Das wäre eine deutsche Variante, aber vielleicht gibt es auch eine ganz andere Möglichkeit."
Auf der prominenten Trainerposition auf Einflüsse aus dem Ausland zurückzugreifen, ist im Biathlon schon lange keine neue Erscheinung mehr, mit Röiseland und zuvor Uros Velepec wagte der DSV genau diesen Schritt bereits.
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Michael Rösch ist Biathlonexperte bei Eurosport
Fotocredit: Getty Images
"Blicken wir auf die aktuelle Zeit, wäre es meiner Meinung nach schon interessant, sich Input von Außen zu holen – je nachdem, wer es dann ist. Aber Siegfried Mazet bei den Norwegern ist, denke ich, das beste Beispiel, wie es funktionieren kann", sagt Rösch.
Er weiß aus aktiven Zeiten, wovon er spricht. Er wurde seit seinem Nationenwechsel vom deutschen zum belgischen Team im Jahr 2014 naturgemäß mit neuen Einflüssen konfrontiert.
Rösch: Das ist beim Trainer entscheidend
"Als ich dann selbst im Ausland unterwegs war und mich um viele Dinge selbst kümmern musste, konnte ich mit diesen Impulsen meinen Horizont erweitern", betont Rösch.
Sowohl für deutsche als auch für ausländische Lösungen gäbe es Argumente. Am Ende sei "die Frage dann, ob diese Philosophie aufgeht", so der vierfache Weltcupgewinner.
"Mir war das damals wichtig, dass dieses Vertrauen da ist. Das Fachliche war für mich gar nicht so entscheidend, der Trainer muss auch Mental-Trainer, Freund und so weiter sein. Trotzdem muss auch immer Distanz zum Trainer da sein"
Das Anforderungsprofil an den oder die neuen Verantwortlichen ist breit, das Kandidatenfeld auch.
Trotzdem: Rösch ist zuversichtlich, dass bis Mai "in Zusammenarbeit mit Eisenbichler eine Entscheidung getroffen werden wird. Die Kandidaten kennt Eisenbichler natürlich auch alle und das ist wichtig. Egal, woher der- oder diejenige kommt."
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Sportdirektor Bitterling: "Wir sind natürlich nicht zufrieden"
Quelle: Eurosport
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