Franziska Preuß und Denise Herrmann standen völlig ausgepumpt und enttäuscht im Zielraum der Arena am Rennsteig. Immer wieder schüttelten die beiden deutschen Top-Biathletinnen den Kopf.

Anstatt zum Auftakt des neuen Jahres direkt Selbstvertrauen zu tanken, verpassten Preuß und Herrmann beim Heim-Weltcup in Oberhof beim Sprint über 7,5 km die Top 10.

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"Es war wirklich zäh und sehr hart. Ich hatte extreme Probleme mit der zweiten Runde. Der Fehler beim letzten Schuss ärgert mich, das war richtig blöd", sagte Preuß, auf Rang 14 beste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV). Nach einem Schießfehler lag die 26-Jährige 1:13,4 Minuten hinter Siegerin Tiril Eckhoff.

Herrmann musste sich bei sehr schweren Bedingungen auf der Strecke um den berüchtigten und nochmals schwerer gewordenen Birxsteig nach zwei Schießfehlern (1:13,6 Minuten zurück) mit dem 15. Platz begnügen.

Rückstand für Verfolgung nicht zu groß

"Das Rennen war medium", sagte die 32-Jährige: "Ich dachte, ich hätte etwas mehr im Körper. Der muss sich scheinbar noch ein, zwei Rennen freilaufen." Ihren Fehler beim ersten Schuss im Stehendanschlag machte sie als "Aufmerksamkeitsproblem" aus: "Da muss man einfach bereit sein und ich war noch nicht bereit."

Laura Dahlmeier sprach im "ZDF" von einem "knüppelharten Rennen. Die Damen mussten ganz schön leiden." Die Ausgangsposition für den Verfolger am Samstag (12:45 Uhr live bei Eurosport) ist allerdings nicht ganz so schlecht. Der Rückstand auf das Podest beträgt für die DSV-Athletinnen knapp 33 Sekunden. "Da ist noch was drin", meinte Preuß kämpferisch. "Abhaken und nach vorne schauen", gab Frauen-Trainer Kristian Mehringer als Marschroute aus.

Nach ganz vorne dürfte es aber nicht reichen - Eckhoff präsentiert sich derzeit zu stark. Fünf Wochen vor Beginn der WM in Pokljuka (10. bis 21. Februar) holte sich die Norwegerin nach fehlerfreier Schießleistung in 23:54,0 Minuten ihren vierten Saisonsieg vor der Schwedin Hanna Öberg (0/29,6) und Lisa Theresa Hauser aus Österreich (1/40,2). Für Hauser war es die erste Podestplatzierung ihrer Karriere.

Dagegen sucht Vanessa Hinz weiter ihre Form. Die Vize-Weltmeisterin von Antholz kam nur auf Rang 33 (1/1:54,6) und schaffte erneut keine Teilnorm für die WM. Immerhin reichte es für Hinz wie für Janina Hettich als 44. (2/2:25,0) und Anna Weidel auf Rang 49 (0/2:31,2) für den Verfolger. Maren Hammerschmidt (2/3:13,1) verpasste auf einem indiskutablen 69. Platz die Qualifikation.

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(SID)

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