Dorothea Wierer wehrt sich gegen Kritik und Schwangerschaftsgerüchte: "Man bekommt immer ein bisschen Scheiße ab"
VonNiklas Bien
Publiziert 20/12/2024 um 16:09 GMT+1 Uhr
Macht Dorothea Wierer weiter oder hört sie auf? Das war im Sommer eines der großen Themen der Biathlon-Welt, gerade in Italien. Mindestens bis Olympia 2026 macht die 34-Jährige weiter - das verkündete sie vor Beginn der Saison auf einer Pressekonferenz und erntete dafür auch Kritik. Dagegen wehrte sich die viermalige Weltmeisterin nun und räumte mit einem hartnäckigen Gerücht auf.
Biathlon - 12.5k Individual - Kontiolahti - Interview - Wierer ENG
Quelle: Eurosport
Wierer hatte sich im Laufe des Jahres durchaus mit einem Rücktritt beschäftigt, wie sie nachher erklärte. "Ich habe eine Liste gemacht, ob ich weitermachen oder aufhören soll. Die Gründe, nicht weiterzumachen, waren eigentlich viel mehr als die, die ich dafür hatte", sagte Wierer dem norwegischen Sender "TV2".
Vor allem die Aussicht auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo gab letztlich den Ausschlag gegen das Karriereende.
Dass sie für ihre Entscheidung eine Pressekonferenz einberief, sorgte an mancher Stelle für Unverständnis. Wierer erklärte ihre Vorgehensweise im Interview.
"Viele Leute denken, dass ich schwanger bin oder dass ich die Pressekonferenz nur für meine Sponsoren mache. Es ist nicht immer einfach, Gerüchte von Leuten zu hören, die mich nicht kennen oder nichts verstehen. Deshalb wollte ich eine Pressekonferenz abhalten, um meinen Standpunkt klarzumachen", sagte die 34-Jährige.
Wierer reagiert auf SchwangerschaftsGerüchte
Die Kritik darauf ist für die Italienerin indes nicht nachvollziehbar. "Ich weiß nicht, wie es in Norwegen ist", sagte Wierer im Gespräch mit dem norwegischen Medium und fand klare Worte: "Aber in Italien gibt es viele verrückte Leute. Man bekommt immer ein bisschen Scheiße ab."
Dem Gerücht einer möglichen Schwangerschaft nahm sie indes den Wind aus den Segeln. "Die Leute fragen mich immer wieder nach Familie und Kindern. Ich kann das verstehen, denn meine Mutter wurde zum Beispiel mit 20 schwanger."
Bei der Südtirolerin bahne sich allerdings erstmal kein Nachwuchs an: "Ich denke, die Leute müssen erkennen, dass sich die Welt verändert. Mein Traum ist es, eine Familie zu haben, aber ich habe immer noch meine monatlichen Mädchenprobleme, also ist es nicht möglich, dass ich schwanger bin."
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Highlights: Youngster ärgert Bö im Sprint
Quelle: Eurosport
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