Olympia 2026: Biathlonstar Emilien Jacquelin trägt Ohrring von Rad-Idol Marco Pantani - Familie verleiht Erbstück

Émilien Jacquelin, zweifacher Silbermedaillengewinner von Olympia in Peking 2022, tritt bei den Winterspielen 2026 mit einem besonderen Talisman an: einem Original-Ohrring des legendären italienischen Radrennfahrers Marco Pantani. Der Ohrring stammt aus dem Erbe des früh verstorbenen Publikumslieblings und wurde dem französischen Biathleten mit Zustimmung der Familie von 'Il Pirata' übergeben.

"Was macht der denn immer?": Verwirrung um Jaquelin am Schießstand

Quelle: Eurosport

"Das Ziel ist es, Marco zu ehren", sagte Jacquelin auf einer Pressekonferenz in Antholz vor dem Beginn der Spiele.
"Seine Familie hat mir freundlicherweise seinen Ohrring geliehen. Das ist sehr bewegend und sehr einfühlsam. Ich wollte ihm für seinen Elan und alles, was er geleistet hat, Tribut zollen."
Der am 14. Februar 2004 verstorbene Pantani, der 1998 Tour de France und Giro d’Italia gewann, ist Jacquelins Idol. Schon als Kind faszinierte ihn der Glatzkopf aus Italien, etwa durch seinen legendären Sieg bei der Tour in Les Deux Alpes, wo er Jan Ullrich das Gelbe Trikot abnahm. "Niemand glaubt mir, aber ich habe Erinnerungen daran – obwohl ich damals erst drei war", scherzte Jacquelin im vergangenen Jahr.
In Antholz betonte der 30-jährige, wie sehr ihn die Unterstützung der Pantani-Familie bewegt habe. Die Erinnerung an "Il Pirata", wie die Radsportlegende genannt wurde, weil Pantani meist mit Piratentuch auf dem Kopf unterwegs war, solle ihn und andere Athleten durch die olympische Wettkampfzeit begleiten, so Jacquelin.
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Emilien Jacquelin und Marco Pantani

Fotocredit: Getty Images

Pantani: Umstrittenes Idol im Radsport

Der italienische Radprofi Marco Pantani war einer der besten Bergfahrer seiner Zeit. Er gewann 1998 sowohl den Giro als auch die Tour - das berühmte Double, das mit Tadej Pogacar erst 26 Jahre später wieder einem Fahrer in einer Saison gelang. Außerdem stellte Pantani zahlreiche Kletterrekorde auf - auch hinauf nach L'Alpe d’Huez.
Ein Jahr nach dem Giro-Tour-Doppel wurde er am vorletzten Tag der Italien-Rundfahrt 1999 in Führung liegend aufgrund eines erhöhten Hämatokritwertes vom Rennen disqualifiziert und für zwei Wochen gesperrt. In den Jahren danach kam immer wieder Dopingverdacht gegen Pantani auf und im Februar 2004 starb er in seinem Hotelzimmer in Rimini, unweit seines Heimatortes Cesenatico, im Alter von 34 Jahren an einer Kokainvergiftung.
2013 veröffentlichte der französische Senat einen Untersuchungsbericht, in dem festgestellt wurde, dass Pantani zu einer Gruppe von 18 Fahrern gehörte, die bei Nachtests der Dopingproben von 1998 positiv auf das in den 1990er Jahren noch nicht nachweisbare Blutdopingmittel EPO getestet wurden.
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Jacquelin geht zu Boden - Zusammenstoß in der Strafrunde

Quelle: Eurosport


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