Olympia 2026 - Biathlon: Zoff im norwegischen Team – Uldal kritisiert Sprint-Nominierung zugunsten von Lägreid

Im norwegischen Biathlon-Team sorgt die Nominierung für den Sprint bei den Olympischen Spielen für Unmut. Statt Martin Uldal erhielt Sturla Holm Lägreid den letzten freien Startplatz – sehr zum Ärger des übergangenen Athleten. "Ich finde das einfach nicht in Ordnung. Ich fühle mich ziemlich ungerechet behandelt und denke, dass die Entscheidung auf eine schlechte Art getroffen wurde", sagte Uldal.

Medaillenjagd auf der Langstrecke: Einzel-Highlights aus Antholz

Quelle: Eurosport

"Ich habe das Gefühl, ich hätte einen Platz im Sprint-Team verdient", so der 24-Jährige gegenüber der norwegischen Zeitung "VG". Besonders kritisierte er, dass die Leistungen im Einzelrennen über 20 Kilometer aus seiner Sicht zu stark gewichtet worden seien.
Uldal stand in dieser Saison bereits dreimal auf dem Podium. Im olympischen Einzel am Dienstag belegte er Rang 13, während Lägreid Bronze gewann – offenbar das entscheidende Argument für die Verantwortlichen.
Der Norweger zeigte sich tief enttäuscht. "Ich fühle mich ein bisschen betrogen. Ich war sehr enttäuscht und habe ein bisschen die Lust verloren. Sie haben sich entschieden, da kann man wenig machen." Besonders bitter: Mit der Nicht-Nominierung verpasst er gleich zwei Medaillenchancen, neben dem Sprint auch im Jagdrennen.
Sportdirektor Per Arne Botnan verteidigte die Entscheidung. Man habe die Auswahl auf Grundlage der im Vorfeld kommunizierten Kriterien getroffen. Zwei Startplätze seien bereits vorab an Johannes Dale-Skjevdal und Vetle Sjastad Christiansen vergeben worden, Olympiasieger Johan-Olav Botn war ebenfalls gesetzt. Somit sei es zwischen Lägreid und Uldal um den letzten Platz gegangen – mit dem besseren Ende für Lägreid.
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Martin Uldal

Fotocredit: Getty Images

Teamführung verteidigt Auswahl – Uldal widerspricht Darstellung

"Ich verstehe, dass Martin enttäuscht ist", sagte Sportdirektor Botnan. "Er war einer der Favoriten für den Sprint und das Verfolgungsrennen."
Uldal machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: "Ich bin enttäuscht. Das ist wirklich schade. Es ist auch ärgerlich, weil ich zuletzt so starke Leistungen gezeigt habe. Über 20 Kilometer liege ich nur eine halbe Minute hinter Sturla – und das soll nun den Ausschlag geben. Eigentlich bin ich mehr traurig als wütend."
Zugleich widersprach er der Darstellung der Teamführung. Ihm sei im Vorfeld signalisiert worden, dass Lägreid das Einzel gewinnen müsse, um sich für einen Start im Sprint zu empfehlen. Über die gesamte Saison betrachtet hat Uldal von den beiden mehr Podestplätze erreicht. Lægreid liegt zwar im Gesamtweltcup vor ihm, hat jedoch auch mehr Rennen bestritten.
"Ich habe nicht das Gefühl, dass man aus den Diskussionen der vergangenen Saison viel gelernt hat", so der 24-Jährige mit Blick auf frühere Nominierungsdebatten.
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Botn exklusiv: "Es war eine emotionale letzte Runde"

Quelle: Eurosport


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