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Biathlet Dmytro Pidruchnyi widmet Podiumsplatz bei IBU-Cup einem im Krieg getötetem Freund aus der Ukraine
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Publiziert 03/02/2023 um 16:49 GMT+1 Uhr
Biathlet Dmytro Pidruchnyi feierte beim IBU-Cup in Obertilliach ein emotionales Comeback. Am Donnerstag wurde der Ukrainer beim Sprint über 10 km Dritter. Den Erfolg widmete Pidruchnyi, der monatelang in der Nationalgarde seines Heimatlandes im Kriegsgebiet gedient hatte, einem guten Freund. Dieser war vor Kurzem im Kampf gefallen, wie der 31-Jährige auf Instagram erklärte.
Biathlet Dmytro Pidruchnyi
Fotocredit: Getty Images
"Ich möchte diese Medaille meinem Freund Eduard widmen, der vor einigen Wochen bei der Verteidigung der Ukraine gestorben ist. Ohne Leute wie ihn wären wir heute nicht in der Lage, die Ukraine auf der internationalen Sportbühne zu repräsentieren", schrieb Pidruchnyi.
"Wir tun unser Bestes, um sicherzustellen, dass unser Land gehört und nicht vergessen wird", ergänzte er.
Aufgrund dieses Verlustes seien die letzten Wochen besonders schwer gewesen, verriet der Verfolgungs-Weltmeister von 2019: "Ich hatte in letzter Zeit viel Kontakt mit ihm, wir haben uns gegenseitig unterstützt, aber leider habe ich heute keine Nachricht von ihm erhalten."
Pidruchnyi selbst sowie viele andere ukrainische Sportler*innen waren erst im Sommer von der Regierung vom Kriegsdienst befreit worden, um sich wieder auf ihren Sport zu konzentrieren.
Pidruchyni von Knieverletzung gestoppt
Danach hatte der Ukrainer im August bei den Sommer-Weltmeisterschaften in Ruhpolding seine Wettkampfrückkehr gefeiert. Beim Weltcup in Kontiolahti Anfang Dezember kam Pidruchnyi zudem in der Staffel zum Einsatz. Doch daraufhin stoppte ihn eine Knieverletzung. Aufgrund dieser musste sich der 31-Jährige auch einer Operation unterziehen.
Er sei daher "sehr überrascht vom heutigen Ergebnis, aber ich bin froh, auf dem Podium zu stehen. Ich bin meiner Familie, meinen Trainern, Ärzten und Fans dankbar, die ihr Bestes getan haben, um mir die Rückkehr in den Wettkampf zu ermöglichen. Auf diesen Tag habe ich schon sehr lange gewartet", schrieb Pidruchnyi weiter. Am Samstag steht in Obertilliach abschließend noch ein weiterer Sprint auf dem Programm.
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