Biathlon-Weltcup in Ruhpolding: Deutsche Staffel um Philipp Nawrath läuft aufs Podium - Spannung bis zum Schluss

Die deutsche Männer-Staffel hat beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding einen Podestplatz eingefahren. Justus Strelow, Danilo Riethmüller, David Zobel und Philipp Nawrath liefen beim Sieg der französischen Mannschaft auf Rang drei. In einem bis zum letzten Schießen hochspannenden Rennen lief Vetle Sjastad Christiansen die norwegische Staffel noch auf Rang zwei, Schweden hingegen verpasste das Podium.

Highlights: Frankreich gewinnt packenden Vierkampf in Ruhpolding

Quelle: Eurosport

Schlussläufer Philipp Nawrath wurde im Hexenkessel Chiemgau Arena sofort von seinen euphorisierten Teamkollegen geherzt, dann machte das deutsche Quartett mit den begeisterten 13.400 Zuschauern die La Ola:
Die deutschen Biathleten haben mit Rang drei eine beeindruckende Olympia-Generalprobe in der Staffel hingelegt. Bis zum letzten Schuss von Nawrath war sogar der erste Sieg seit fast fünf Jahren greifbar, doch auch nach dem ersten Podestplatz des Winters herrschte in Ruhpolding Partystimmung.
"Es war eine Wahnsinns-Teamleistung. Alle Jungs haben einen unfassbar geilen Job gemacht, ich hatte eine super Ausgangsposition. Nur die anderen beiden waren noch einen Ticken stärker", sagte Nawrath.
Gemeinsam mit Justus Strelow, Danilo Riethmüller und David Zobel musste er mit fünf Nachladern nur den siegreichen Franzosen sowie Norwegen den Vortritt lassen, 7,9 Sekunden fehlten nach 4x7,5 Kilometern nach ganz vorne. "Wir können definitiv viel Selbstvertrauen mitnehmen", frohlockte Zobel mit Blick auf Olympia.

Nawrath behauptet sich im Vierkampf

Als Belohnung wird es am Abend Kaiserschmarrn für das Team geben. Nach den Rängen vier und zweimal fünf sollte in der letzten Staffel vor den Olympischen Spielen unbedingt der erste Podestplatz des Winters her.
Das sei "immer realistisch", hatte Cheftrainer Tobias Reiter vor dem Start betont. Strelow legte nach einem Nachlader liegend im Stehendanschlag eine fehlerfreie Schnellfeuereinlage hin, übergab bei Plusgraden auf weichem Geläuf als Vierter auf Tuchfühlung zur Spitze.
Der aus dem IBU Cup zurückgekehrte Riethmüller zeigte nach einem Extraschuss liegend sowohl stehend als auch in der Loipe eine furiose Leistung, brachte Deutschland ganz nach vorne. Strelow klatschte ihn im Zielraum freudestrahlend ab.
Auch Zobel hielt das Team trotz eines Nachladers liegend weiter auf Podest-Kurs. Nawrath war dann Teil eines packenden Vierkampfs um den Sieg - und er rettete nach insgesamt zwei Nachladern Rang drei.

Preuß hat in Ruhpolding noch eine Rechnung offen

Für die Männer stehen beim Heim-Weltcup mit dem Sprint am Samstag (14:30 Uhr) und der Verfolgung am Sonntag (15:00 Uhr) noch zwei Einzelrennen an, die für die Olympia-Nominierung am Dienstag ganz entscheidend werden.
Denn mit Nawrath, Strelow und dem krank fehlenden Philipp Horn haben erst drei Athleten die Norm geknackt, David Zobel immerhin die Hälfte. In Ruhpolding können sich zudem noch Lucas Fratzscher, Riethmüller und Johannes Kühn für einen der fünf Startplätze empfehlen. "Das arbeitet im Hinterkopf", sagte Riethmüller.
Bei den Frauen steht vor allem die zu Saisonbeginn lange wegen Corona fehlende Selina Grotian unter Druck, muss noch die Kriterien (einmal Top 8 oder zweimal Top 15) erfüllen.
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Hochspannung in der Staffel: Nawrath sichert Podestplatz in Vierkampf

Quelle: Eurosport

Preuß will zurück in die Spur finden

Ihr Ticket für Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar) bereits sicher hat die aktuell hadernde Franziska Preuß, die im Sprint am Freitag (14.30 Uhr) und der Verfolgung am Sonntag (12.30 Uhr/alles bei Eurosport und HBO Max) wieder in die Spur finden will.
Nach ihrer Strafrunde in der Staffel möchte die Gesamtweltcupsiegerin nun wieder ihre "innere Ruhe" finden, damit der Traum von der olympischen Einzelmedaille nach kniffliger Saison doch in Erfüllung gehen kann.
Zudem gibt es noch beim Weltcup in Nove Mesto (22. bis 25. Januar) die Chance, Selbstvertrauen vor den Winterspielen zu sammeln. Im Gegensatz zu vielen (Team-)Kolleginnen wird Preuß zum Formaufbau in Tschechien an den Start gehen.
(SID)
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Preuß exklusiv nach Patzer in Staffel: "War zu viel Risiko"

Quelle: Eurosport


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