Biathlon-Weltcup in Ruhpolding: Selina Grotian bangt um Olympia-Qualifikation - "Der Druck ist schon sehr groß"
VonLukas Fegers
Update 14/01/2026 um 09:28 GMT+1 Uhr
Bei den deutschen Biathletinnen war Selina Grotian für die Olympischen Winterspiele in Antholz ursprünglich fest eingeplant. Doch nach einem missglückten Weltcup-Saisonstart in Östersund und einer Corona-Infektion samt Zwangspause ist ihr Kindheitstraum in Gefahr. "Der Druck ist schon sehr groß. Ich weiß natürlich, es sind nur noch zwei Rennen", sagte Grotian der Nachrichtenagentur "dpa" zufolge.
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Quelle: Eurosport
Ehe die Olympischen Winterspiele am 6. Februar starten, stehen mit Ruhpolding und Nove Mesto eigentlich noch zwei Weltcup-Stationen auf dem Programm. Doch laut Sportdirektor Felix Bitterling sei geplant, nach dem Heim-Weltcup in Ruhpolding (14. bis 18. Januar live bei Eurosport und HBO Max) einen Schlussstrich in Sachen Olympia-Qualifikation zu ziehen.
In Nove Mesto soll dann größtenteils ein B-Team antreten, während sich die deutschen Olympia-Hoffnungsträgerinnen in einem Höhentrainingslager auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten. Für Grotian heißt das: Um die sportliche Norm für die Winterspiele noch zu schaffen, bleiben ihr womöglich nur die Wettkämpfe in Ruhpolding.
Die 21-Jährige ist sich dessen bewusst. "Aber wenn ich mir zu viel Druck mache, funktioniert es nicht", hob sie hervor. Ihre Strategie deshalb: Sie müsse "einfach mental locker und von mir überzeugt bleiben, dass ich das noch schaffen kann".
Für die Biathletinnen steht am Mittwoch in Ruhpolding zunächst die Staffel an, ehe am Freitag der Sprint folgt (jeweils ab 14:30 Uhr). Am Sonntag kommt es dann zur Verfolgung (ab 12:30 Uhr).
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Selina Grotian bangt um die Olympia-Norm für Antholz.
Fotocredit: Getty Images
Fünf deutsche Biathletinnen mit Olympia-Norm
Beim vergangenen Heim-Weltcup in Oberhof lief Grotian ihrer Form und ihrem Anspruch erneut hinterher. Platz 30 im Sprint und Rang 23 in der Verfolgung waren zu wenig, um sich für Antholz zu qualifizieren. Insbesondere am Schießstand passieren ihr noch zu viele Fehler.
"Ich brauche ein paar Rennen, um wieder in meinen Rhythmus zu kommen", sagte Grotian, die erst fünf Wettkämpfe in dieser Saison bestritten hat.
Anders als Grotian schafften bislang fünf deutsche Biathletinnen die Norm für die Olympischen Winterspiele: Franziska Preuß, Vanessa Voigt, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz - und völlig überraschend auch Anna Weidel.
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Quelle: Eurosport
Olympia-Hintertürchen für Grotian?
Sollte es für Grotian auch in Ruhpolding sportlich erneut nicht reichen, könnte es mitunter aber ein Hintertürchen für sie geben. Denn möglicherweise könnte der Deutsche Skiverband (DSV) von seinem ursprünglichen Plan abrücken, nur fünf Biathletinnen für Antholz zu nominieren.
"Wenn wir sehen, dass es für die eine oder andere in der Saison unglücklich gelaufen und sie richtig stark ist, werden wir sicherlich darüber nachdenken, mit sechs Athletinnen zu fahren oder eine Sechste später dazuzuholen", kündigte Sportdirektor Bitterling zuletzt an. Ein möglicher Notnagel, ein möglicher Hoffnungsschimmer für Grotian.
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