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Biathlon-WM 2017: Gold für Simon Schempp - Erlösung im Massenstart
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Publiziert 19/02/2017 um 15:20 GMT+1 Uhr
Simon Schempp hat im letzten Rennen der Biathlon-WM endlich seine Einzel-Medaille geholt und hat sich Gold im Massenstart erkämpft. Nach 15 Kilometern und vier fehlerlosen Schießen lief Schempp auf der Schlussrunde nach einer Tempoverschärfung letztlich als Solist ins Ziel und konnte seinen Triumph auf der Zielgraden auskosten. Silber ging an Johannes Bö aus Norwegen vor Simon Eder (Österreich).
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"Ich bin einfach nur happy, dass es jetzt endlich gereicht hat. Das war ein super Rennen und eine ganz große Erlösung", sagte Schempp:
Im Ziel lag Schempp 9,0 Sekunden vor Bö (1 Strafrunde), Eder (0) hatte 10,1 Sekunden Rückstand. Medaillensammler Martin Fourcade aus Frankreich verpasste als Fünfter nach drei Strafrunden diesmal das Podest. Sprint-Weltmeister Benedikt Doll (2) wurde Neunter vor Arnrd Peiffer (2), Erik Lesser (3) belegte den 21. Platz.
Schempp ist damit der erste deutsche Massenstart-Weltmeister seit Michael Greis, der 2007 in Antholz zum Sieg gestürmt war. Für die deutschen Männer hatte in Hochfilzen zudem Benedikt Doll Sprint-Gold gewonnen.
Schempp hatte bis zum Sonntag bei einer großen Veranstaltung noch keine Einzelmedaille gewonnen. Siebenmal hatte er in seiner erfolgreichen Karriere zwar das WM-Podest erobert, zudem Silber bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi gewonnen. Stets tat er das aber mit der Unterstützung seiner Teamkollegen in Staffel-Wettbewerben.
"Das ist der Wahnsinn. Simon hat lange warten müssen und es nun endgültig allen Kritikern gezeigt", lobte Männer-Bundestrainer Mark Kirchner. Am Tag vor dem Rennen hatte Schempp noch eine SMS von seinem Mentaltrainer bekommen. Den Inhalt wollte er nicht verraten, aber die Folge: "Je öfter ich sie gelesen habe, desto freier war mein Kopf", sagte er.
DSV-Quartett bis Halbzeit vorn dabei
Nach zwei fehlerfreien Schießeinlagen im Liegen befand sich das deutsche Quartett zur Halbzeit noch auf Medaillenkurs - zwölf weitere Athleten allerdings auch, die zeitgleich dann das dritte Schießen in Angriff nahmen. Während Schempp und Peiffer hier abermals ohne Strafrunde blieben, schossen sich Doll mit zwei und Lesser mit drei Fahrkarten aus dem Medaillenrennen.
Acht Männer, darunter eben Schempp und Peiffer, erreichten den Schießstand nach der vierten Runde praktisch zur selben Zeit. Das letzte Schießen entschied also über die begehrten Plätze auf dem Podest. Peiffer schwächelte, Schempp kam durch: Der Titel und seine ersehnte erste Medaille war nach einer furiosen Schlussrunde die Belohnung - es war die Krönung der besten deutschen WM aller Zeiten.
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